Rasen mähen

Rasenmähen - wichtige Tipps für den perfekten Rasenschnitt

Ein gleichmäßiger und optisch ansprechender Rasen muss ordentlich gepflegt werden – so viel ist klar. Oft wird dabei den nur selten anfallenderen Arbeiten wie dem Düngen oder Vertikutieren die größte Wichtigkeit beigemessen. Aber es sind gerade die alltäglichen Arbeiten, wie das Rasen mähen, die dafür sorgen, dass Dein Rasen langfristig schön und makellos wird. Einfach drauflos Mähen war gestern, mit unserem umfassenden Guide zum Thema Rasen mähen erreichst Du die nächste Stufe des Rasenprofis.

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Warum muss Rasen überhaupt gemäht werden?

Prinzipiell kannst Du auch Gras einsäen und dich anschließend nie wieder darum kümmern – dann wirst Du aber nach kurzer Zeit keinen saftig grünen Rasen haben, sondern ein unordentliches und wenig ansehnliches Unkrautbeet. Regelmäßiges Mähen sorgt dafür, dass sich die Grasnarbe verzweigt und ausbreitet, was einen schönen dichten Rasen entstehen lässt. Junger Rasen besteht üblicherweise noch erkennbar aus einzelnen Halmen. Erst im Laufe der Zeit verdichtet sich das Wachstum. Die Gräser breiten sich horizontal aus, da Ihnen das Höhenwachstum verweigert wird. Außerdem sorgt regelmäßiges Rasen mähen dafür, dass Unkräuter nicht überhand nehmen. Da es nur Halme und keine großen Blätter ausbildet, erholt sich Gras schneller von dem Rückschnitt als andere Pflanzen. Es überragt diese dann und stiehlt ihnen das Licht, sodass sich die Unkräuter nicht durchsetzen können. Aber Vorsicht – durch falsches Mähen wird der Rasen geschwächt anstatt gestärkt.

Die Qualität und Wartung des Rasenmähers nicht vernachlässigen

Rasenmäher schärfenAm Ende hilft dir aber alles Wissen nicht, wenn dein Werkzeug nicht auch top in Schuss ist. Die meisten Rasenmäher arbeiten mit einem oder mehreren rotierenden Messern, die den Rasen beim Darüberfahren kürzen. Im Laufe der Zeit verlieren diese aber an Schärfe und aus dem glatten Rasenschnitt wird nach und nach mehr ein Abhacken und Reißen. Über die zerfransten Kanten verlieren die Grashalme aber besonders viel Feuchtigkeit und es bilden sich unschöne braune Verfärbungen. Um dies zu vermeiden solltest du darauf achten, deine Mähmesser regelmäßig schärfen zu lassen. Am besten eignet sich dafür die Winterzeit, wenn der Rasen ruht.

Regelmäßiges und fachgerechtes Mähen für einen gepflegten Rasen

Da Rasen im Winter nicht wächst, muss er in dieser Zeit auch nicht gemäht werden. Tatsächlich wäre dies sogar schädlich, weil ihm dadurch wichtige Ressourcen verloren gehen, wenn er in der kalten Jahreszeit sowieso schon durch Kälte, Schnee und Frost geschwächt ist. Das erste Mal Rasen mähen im Frühjahr solltest Du daher auch erst, wenn die Zeit der Bodenfröste vorbei ist und die Temperaturen nachts idealerweise nicht mehr unter 5 °C fallen. Meist ist dies rund um den Frühlingsanfang Ende März bis Anfang April der Fall. Gerade bei der ersten Mahd im Jahr ist es wichtig, den Rasen nicht zu stark zu kürzen. Er braucht sonst länger um sich zu erholen, wodurch der Weg für Unkräuter im Rasen geebnet wird.

Perfekter Rasen

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Ein-Drittel-Regel. Sie besagt, dass Du den Rasen immer nur um ein Drittel seiner bisherigen Höhe kürzen solltest. 6 cm hohes Gras darfst Du daher nur auf 4 cm kürzen. Ist es sogar noch höher, beispielsweise 12 cm, musst Du es zuerst auf 8 cm kürzen und ihm dann etwas Zeit zum regenerieren geben, bevor Du es, wieder nach der Ein-Drittel-Regel, weiter kürzt. So gehst du sicher, dass Du deinem Rasen durch das Mähen nicht zu viel Energie und Nährstoffe auf einmal wegnimmst und ihn dadurch belastest. Die letzte Mahd vor dem Winter findet in der Regel im November statt. Dabei kannst Du die Schnitthöhe etwas nach oben setzen. Das macht den Rasen widerstandsfähiger. Sobald die Temperaturen unter 7 °C fallen, setzt die Winterruhe der Gräser ein und Du solltest nicht mehr mähen.

Richtwerte für effektives Rasenmähen

Natürlich gibt es nicht DIE richtige Rasenlänge, da hier auch der persönliche Geschmack eine Rolle spielt. Wer unsicher ist, kann sich aber an folgenden Werten für die verschiedenen Rasensorten und Verwendungsarten orientieren:

  • Zierrasen: 2 – 4 cm
  • Spielrasen: 3 – 5 cm
  • Schattenrasen: 7 cm

Rasen mähen richtige Länge

Aus der Ein-Drittel-Regel und dem wöchtenlichen Wachstum des Rasens von 2 – 4 cm ergibt sich, dass Du im Frühjahr und Sommer deinen Rasen etwa einmal in der Woche mähen solltest. Gegen Herbst steht dem Gras weniger Tageslicht zur Verfügung und es wächst daher wieder langsamer. Dann reicht es, wenn Du nur alle 10 – 14 Tage mähst.

Entscheidest Du Dich für einen Zierrasen im englischen Stil, solltest Du beachten, dass dieser besonders viel Pflege braucht. Die kurze Schnitthöhe sorgt zwar dafür, dass das Gras einen perfekten grünen Teppich bildet. Bei weniger als 4 cm Höhe ist es für den Rasen aber schwierig, selbst noch genug Nährstoffe durch Photosynthese herzustellen. Kurzer Zierrasen benötigt besondere Aufmerksamkeit in Form von speziellem Dünger, um grün und vital zu bleiben. Er ist im Sommer auch anfälliger dafür, zu verbrennen, weswegen Du auf regelmäßiges und ausreichendes Wässern ebenfalls ein besonderes Augenmerk legen solltest.

Das richtige Timing

Nicht nur die Abständen, in denen der Rasen gemäht wird, sind entscheidend dafür, dass das Gras gesund und grün bleibt. Es macht durchaus einen Unterschied, zu welcher Tageszeit und bei welchen Wetterbedingungen Du Deine Rasenfläche mähst – sowohl aus Sicht der Pflanzen als auch aus Sicht des Gesetzgebers. Da Rasenmäher häufig sehr laut sind, darfst Du sie keinesfalls am Wochenende oder an Feiertagen anwerfen. Dann gilt nämlich die Sonntagsruhe. Die einzige Ausnahme dabei stellen Handmäher dar, ihr Betrieb ist jederzeit erlaubt. Für andere Geräte gilt:
Benzin-Rasenmäher: Montag bis Samstag jeweils von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr erlaubt
Mäher mit dem EU-Umweltzeichen: Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr erlaubt

Je nachdem, welchen Rasenmäher Du nutzen willst, sind die möglichen Zeiten zum Mähen somit schon einmal mehr oder weniger stark eingeschränkt. Vor allem im Sommer solltest du außerdem die späten Vormittags- und Mittagsstunden meiden. Denn dann steht die Sonne am höchsten am Zenit und es ist meist am heißesten. Wird der Rasen nun gemäht, verliert er durch die Schnitte viel Flüssigkeit und läuft in Gefahr, zu verbrennen. Besser geeignet zum Rasen mähen sind die späten Nachmittagsstunden und der frühe Abend. Dann ist es nicht mehr so heiß und Du kannst das Gras gleich nach dem Mähen bewässern. So legst du einen prima Grundstein für die anschließende Regeneration. Im Frühjahr und Herbst, wenn es noch nicht allzu warm und eher bewölkt ist, kannst du auch den Morgen zum Rasen mähen nutzen. Achte jedoch darauf, dass sowohl das Gras als auch der Boden am besten trocken sein sollten. Dann bleiben Grasreste nicht am Mähmesser kleben und der Schnitt wird gleichmäßiger als wenn es nass ist. Bei Regen und feuchtem Wetter ist der durchnässte Boden in der Regel weich und anfällig. Die einsinkenden Räder des Rasenmähers beschädigen im ungünstigsten Fall sogar die Wurzeln der Gräser und es entstehen hässliche Kahlstellen.

Rasen mähen bei Hitze und Trockenheit

Rasenmähen bei Hitze und TrockenheitBesonderes Augenmerk auf den richtigen Zeitpunkt zum Rasen mähen solltest du im Hochsommer und bei starker Trockenheit legen. Auch wenn du ihn regelmäßig und ausreichend bewässerst, kann es vorteilhaft sein, den Rasen bei sehr heißem Wetter nicht durch Mähen zusätzlich zu strapazieren. Wenn das Gras im Sommer etwas länger ist, spenden die Halme sich selbst und dem Boden Schatten, wodurch die Feuchtigkeit vom Gießen langsamer verdunstet und den Rasen länger ausreichend versorgt. Im Hochsommer tust Du daher gut daran, bei einem sogenannten Schonschnitt mit Schnitthöhe von 4 cm nicht zu unterschreiten. Beachte dabei auch, dass der Rasen bei Wärme zwar mehr wächst, bei heißen Temperaturen um die 30 °C sein Wachstum aber nahezu vollständig einstellt. Ist es daher lange Zeit am Stück heiß, kannst Du das Mähen auch einmal eine Woche ausfallen lassen.

Junger Rasen – das erste Mähen ist entscheidend

Wer frisch eingesäten Rasen mähen sollte daran denken, dass dieser noch äußerst empfindlich ist: Die Gräser müssen erst ausreichend Wurzeln bilden und sich fest im Boden verankern, bevor sie das erste Mal gemäht werden dürfen. Wann das Gras soweit ist, lässt sich am besten an seiner Wuchshöhe ablesen. In der Regel solltest Du das erste Mal den Rasenmäher anwerfen, wenn der Rasen eine Höhe von 7 bis 8 cm erreicht hat. Schattenrasen, der sich aufgrund seiner Lage oft langsamer regeneriert darf auch ruhig bis zu 10 cm lang sein, bevor er das erste Mal gestutzt wird.

Wenn Du dir unsicher bist, kannst du ruhig mit einem Zollstock nachmessen. Wie lang Gras ist, kann man nämlich erst nach einiger Übung mit dem bloßen Auge gut einschätzen. Auf jeden Fall solltest du aber auch vermeiden, dass das Gras vor dem ersten Mähen zu lang wird. Es verliert dann durch den Schnitt zu viele Nährstoffe und vereinzelte Pflanzen können sogar absterben. Außerdem verlagert sich der Schwerpunkt des Wachstums in die Höhe anstatt in die Breite. Rechtzeitiges Mähen sorgt damit auch dafür, dass die Gräser sich stärker verzweigen und eine gleichmäßig dichte Grasnarbe entsteht.
Neben dem richtigen Zeitpunkt für die erste Mahd ist auch entscheidend, dass Du das Gras nicht durch eine zu kurze Schnitthöhe zu sehr strapazierst. Auch hier gilt die Ein-Drittel-Regel. Einen 10 cm hohen Rasen kürzt du daher beim ersten Mähen zunächst auf 70 bis 75 mm. Das entspricht zwar noch nicht der Idealhöhe, aber gehen dem Gras durch das Mähen zu viele Nährstoffe verloren, kann es sich nicht richtig regenerieren und es entstehen oft Lücken oder braune Stellen. Am besten stutzt Du einen hohen Rasen – egal ob frisch eingesät oder nicht – daher schrittweise durch regelmäßiges Mähen herunter.

Bahnen, Kreise oder kreuz und quer?

Rasen MusterAn der Frage, wie man am besten beim Rasen mähen vorgeht, scheiden sich die Geister. Klar ist: Am besten fängst Du mit dem Mähen am Rand an, denn die Rasenfläche sollte vor dem Mähen möglichst nicht betreten werden. Nach einer Belastung brauchen die einzelnen Halme eine Weile, bis sie sich wieder aufgerichtet haben. Wenn Du den Rasen mähst, kurz nachdem jemand darüber gelaufen ist, führt dies zu einem ungleichmäßigen Schnittbild.
Insgesamt gibt es zwei unterschiedliche Methoden zum Mähen, die weit verbreitet sind:

  • Bahnen mähen: Du fängst an einem Ende der Rasenfläche an und mähst gerade Bahnen hin und her. Dabei achtest Du darauf, dass sich die Schnittflächen nicht zu sehr überschneiden. Erstens brauchst du so länger und zweitens ergibt sich dadurch oft ein uneinheitlicheres Schnittbild. Im Idealfall reihst du Bahn an Bahn, wobei du immer eine Radbreite auf der bereits geschnittenen Bahn bleibst.
  • Im Kreis mähen: Wenn sich das Mähen in Bahnen nur schwer umsetzen lässt, beispielsweise weil der Rasen eng eingegrenzt ist und Du nicht genug Platz zum Wenden hast, bietet es sich an, spiralförmig von Außen nach Innen zu mähen. Auch hier kannst du immer ein Rad breit auf der bereits gemähten Bahn bleiben.

Nicht zu empfehlen ist es, kreuz und quer oder planlos über den Rasen zu mähen. Dadurch dass Du so einen Abschnitt oft mehrere Male überfährst, wird der Rasen besonders strapaziert. Außerdem sieht man am Ende oft, dass keine klaren Bahnen eingehalten wurden und, insbesondere bei unebenem Boden, sieht das Ergebnis weniger hübsch aus als wenn Du mit System vorgehst. Nicht zuletzt passiert es Dir beim kreuz und quer Mähen auch unter Umständen, dass du ein kleines Stück Rasen vergisst. Entweder wirfst Du den Rasenmäher dann nochmal an oder hast bis zum nächsten Mähen ein paar Grashalme, die höher sind als der Rest.

Rasenkante – eine Wissenschaft für sich

Rasenkante schneidenBesondere Sorgfalt beim Mähen gilt der Rasenkante. Oft ist der äußerste Rand der Rasenfläche nur schwer mit dem großen Mäher zu erreichen. Auf jeden Fall solltest Du es vermeiden, das Gerät schief zu stellen, um auch an den letzten Grashalm heranzukommen. Durch die Schräglage schlagen die Messer tief in den Boden und verletzen dabei eventuell die Grasnarbe am Rand. Besser ist es, einen schmalen Streifen am Rand stehen zu lassen und diesen später mit einem Kantenschneider nachzuarbeiten.

Rasenschnitt – Fluch oder Segen?

Beim wöchentlichen Mähen fällt im Laufe der Zeit natürlich jede Menge Schnittgut an, dass entweder verwertet oder entsorgt werden muss. Damit Deine Biotonne nicht im Laufe der Zeit überquellt, kannst du dir einen kleinen Komposter zulegen. Rasenschnitt eignet sich wunderbar zum Kompostieren, weil er stickstoffreich ist. Du solltest lediglich beachten, dass du nicht zu viel Grasschnitt auf einmal auf den Kompost packst. Der Verrottungsprozess benötigt nämlich Sauerstoff und wenn das Gras sich zu arg verdichtet, fängt es stattdessen an, zu faulen. Durchmische deinen Rasenschnitt daher am besten immer mit gehäckselten Ästen, Zweigen und Holzresten.
Auch wenn dein Rasenmäher über keinen Fangkorb verfügt, darfst du den Rasenschnitt keinesfalls einfach liegen lassen. Er nimmt den Pflanzen nämlich das Licht und trägt so zur Bildung von Rasenfilz bei, das, wenn es überhand nimmt, dem Rasen schadet.

Kreative Lösung: Mulchmäher

Wenn Dir die Entsorgung oder das separate Kompostieren des Schnittguts zu aufwändig ist, kannst Du dich für einen sogenannten Mulchmäher entscheiden. Dieser häckselt das abgeschnittene Gras noch im gleichen Arbeitsgang klein und verteilt es gleichmäßig auf der gemähten Fläche. Die zerkleinerten Grasreste verrotten, im Gegensatz zu unbehandeltem Rasenschnitt, recht schnell und führen den Graspflanzen dabei wichtige Nährstoffe zu. Durch regelmäßiges Mulchmähen reduzierst Du daher die Menge an Dünger, die dein Rasen benötigt, um weiterhin stetig und in saftigem Grün zu erstrahlen.

Zu viel Arbeit?

Du hättest zwar gerne einen tadellos gepflegten Rasen, hast aber nicht die Zeit, ihn wöchentlich zu mähen? Dann könnte ein Mähroboter die richtige Lösung für Dich sein. So ein kleiner Helfer muss nur einmal entsprechend über die zugehörige App instruiert werden und mäht den Rasen dann nach einem festgelegten Zeitplan. Mit zahlreichen Sensoren ausgestattet wählt er dabei intelligent die passende Schnitthöhe und Route. So kannst Du jeden Tag nach Feierabend deinen tadellosen Rasen bewundern – ganz ohne viel Arbeit.

Mähroboter Robotermäher FX-RB144

€ 599,00

Mähroboter Economic FX-RB122

€ 499,00

Die Benutzung eines Mähroboters ist auch für den Rasen äußerst vorteilhaft: Die Abstände zwischen den einzelnen Mähterminen können immer genau an das Wachstum des Grases angepasst werden. Daher passiert es wesentlich seltener, dass der Rasen zwischendrin zu viel wächst und dann durch einen übermäßigen Schnitt geschwächt wird. Stattdessen kürzen Mähroboter die Gräser häufig um einen nur sehr kleinen Teil. Die Schwankungen in der Grashöhe sind geringer und die Pflanzen können kontinuierlich genug Energie für ihr Wachstum und ein gesundes Erscheinungsbild erzeugen. Mähroboter haben in der Regel einen Mulchmechanismus eingebaut, mit dessen Hilfe das erzeugte Schnittgut zerkleinert und gequetscht wird. Es bleibt dann einfach auf der Fläche liegen, wo es von Mikroorganismen zersetzt wird. Die Nährstoffe nimmt der Rasen wieder auf. Eine von einem Mähroboter betreute Grasfläche bildet somit ein sich selbstversorgendes System, das Du viel seltener düngen musst als beim Mähen von Hand.

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