Rasen düngen

Rasen düngen - wichtige Tipps für einen gesunden Rasen

Wenn der Rasen sichtbar schwächelt und braune Stellen, Lücken oder spärliches Wachstum zeigt, greifen viele Gartenbesitzer mit als erstes zum Dünger. Nicht immer ist das kränkliche Erscheinungsbild der Rasenfläche aber auf Nährstoffmangel zurückzuführen. Zu häufiges Düngen ist daher im besten Fall Geldverschwendung, im schlimmsten Fall schadet es dem Gras sogar und verschlimmert die Problematik nur. Hier erfährst Du deshalb, wie oft Du eigentlich düngen solltest und was es dabei alles zu beachten gibt.

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Die Grundbedürfnisse des Rasens

Wie alle Pflanzen braucht auch Rasen verschiedene Nährstoffe und Mineralien, um optimal zu gedeihen. Bleibt das gewünschte Wachstum und das saftige Grün einmal aus, gilt es erst einmal zu analysieren, welcher der vielen Faktoren gerade nicht passt. Eventuell ist Wassermangel die Ursache für Deinen schwächelnden Rasen oder der Boden ist zu sehr verdichtet und er erhält nicht genug Sauerstoff. Kannst Du beides ausschließen, ist die Ursache wahrscheinlich tatsächlich ein Mangel an Mineralstoffen:

  • Stickstoff ist einer der wichtigsten Nährstoffe für das Wachstum von Pflanzen. Liegt hier ein Mangel vor, ist dieses deutlich vermindert oder kommt sogar zum Stillstand. Weiteres Anzeichen für einen Stickstoffmangel sind hellgrün bis gelblich verfärbte Blätter. Da die Photosynthese nur noch eingeschränkt stattfinden kann, stehen die Halme bald lustlos herum und wirken schlaff.
  • Phosphor benötigen Pflanzen zur Energieübertragung, Synthese von Zellwänden und DNA. Vor allem junger Rasen benötigt viel Phosphor, um das nötige Wurzelwerk auszubilden. Ist dieser nicht vorhanden, bilden sich violette bis schwarze Blattränder und verformte, gekräuselte Halme. Phosphormangel tritt vergleichsweise selten auf, wird aber durch einen zu hohen pH-Wert des Bodens begünstigt.
  • Kalium ist wichtig für die Regulierung des Wasserhaushalts. Mangelerscheinungen zeigen sich daher auch durch vertrocknete Blattränder und welk werdende Grashalme.
  • Magnesium stellt einen wichtigen Baustein für das Blattgrün dar und ist auch ansonsten an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Ein Mangel an dem Mineralstoff zeigt sich daher an einer eher blassgrünen Farbe vor allem älterer Halme. Bei starkem oder lang anhaltendem Mangel ist auch das Absterben einzelner Rasenpartien möglich.

DüngemittelRasen Dünger sind in unterschiedlichen Zusammensetzungen erhältlich. Um Deinen Boden ideal zu versorgen, kannst Du eine Bodenprobe entnehmen und sie im Labor analysieren lassen. Das kostet in der Regel zwischen 10 und 30 Euro, ist aber eine sinnvolle Investition. Führst Du so eine Analyse alle drei bis vier Jahre durch, weißt Du stets, welche Zusammensetzung Dein Boden hat und wie Du ihn durch gezieltes Düngen unterstützen kannst. Ein Mangel an Mineralien wird so schnell behoben, ohne dass die Gefahr besteht, die Erde mit anderen Düngeranteilen zu übersättigen.

Mehr ist nicht immer besser

Wie so oft ist das einfache Prinzip ‘viel hilft viel’ auch beim Düngen fehl am Platz. Durch zu viele Nährstoffe werden die Pflanzenzellen, vor allem im Wurzelbereich, aufgeschwemmt und sind dadurch anfälliger für Pilze und andere Krankheiten. Da Rasen immer nur so viele Mineralien aufnimmt, wie er gerade benötigt, führt eigentlich nicht nötiger Dünger nicht zu mehr Wachstum, sondern versickert ungenutzt ins Grundwasser. Da aus diesem teilweise Trinkwasser gewonnen wird, werden Klär- und Wasseraufbereitungsanlagen durch zu viel Dünger unnötig belastet. Nicht zuletzt benötigt mehr Dünger auch mehr Wasser und Zeit, um sich aufzulösen und in den Boden vorzudringen. Düngerreste auf dem Rasen können bei starker Sonneneinstrahlung aber zu Verbrennungen führen und sollten daher auf jeden Fall vermieden werden.

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Rasen bedarfsgerecht düngen

Letztendlich hängt es von der Bodenbeschaffenheit und den Umweltbedingungen ab, wie oft ein Rasen gedüngt werden muss, um gesund und vital zu bleiben. Haben Deine Grasflächen eine sattgrüne Farbe und gedeihen prächtig, reicht es wahrscheinlich aus, sie zweimal im Jahr mit zusätzlichen Mineralstoffen zu versorgen. Das Düngen im Frühjahr versorgt den Rasen nach der Kälteperiode und Winterruhe mit den notwendigen Nährstoffen, damit er mit einem kräftigen Wachstum in die neue Saison starten kann. Im Herbst sorgt der Dünger dafür, dass sich das Gras von den Strapazen des Sommers erholt und dadurch den Winter besser übersteht.

Wird der Rasen stark beansprucht und verliert daher viel Energie und Nährstoffe durch ständiges Knicken oder Kürzen der Halme, sind zwei Düngergaben im Jahr eventuell nicht ausreichend. Gerade wenn Du Deinen Rasen sehr kurz hältst oder darauf Kinder spielen, musst Du ihn bis zu vier Mal im Jahr düngen, damit er nicht schlapp macht. Die einzelnen Düngungen sind am besten gleichmäßig über das Jahr verteilt: Das erste Ausbringen von Mineralstoffen erfolgt im Frühjahr rund um den Frühlingsanfang, die zweite Düngung im Juni in der stärksten Wachstumsphase der Gräser. Zwei Monate später im August kannst Du noch einmal düngen bevor dann zum Herbstanfang eine vierte und letzte Düngung erfolgt.

Spezielle Düngermischungen und wann sie sinnvoll sind

Sicher hast Du im Handel schon einmal besonderen Frühjahrs- oder Herbstdünger gesehen. Diese Mischungen enthalten jeweils größere Mengen eines bestimmten Nährstoffes, den der Rasen zur besagten Jahreszeit am meisten braucht. Bei Dünger für das Frühjahr ist das in der Regel Stickstoff, weil dieser für das Wachstum benötigt wird. Zu dieser Jahreszeit kannst Du auch sogenannten Startdünger nutzen. Er enthält besonders viel Phosphor und Stickstoff und ist eigentlich vor allem für frisch gesätes Gras gedacht. Er eignet sich aber auch super, um vom Winter strapaziertem Gras eine Frühjahrskur zu verschaffen. Zum Düngen im Frühsommer und Herbst wird eine Mischung mit höherem Kaliumanteil benutzt, da dieses den Wasserhaushalt und damit auch die Widerstandskraft gegen warme und kalte Temperaturen stärkt. Dünger für die Verwendung im Sommer sollte wenig Stickstoff enthalten, weil der Rasen sonst leicht verbrennt. Stattdessen darf er reich an Magnesium und Calcium sein, die die Gräser vorm Austrocknen schützen. Greifst Du zu den eigens auf einen bestimmten Zeitpunkt im Jahr zugeschnittenen Düngermischungen, machst Du in der Regel nichts verkehrt.

Blaukorn als Rasendünger

Nach wie vor sehr beliebt zum Rasen düngen ist Blaukorn. Der mineralische Dünger gilt als Universaltalent und kommt vor allem im gewerblichen Gartenbau häufig zum Einsatz. In der Standardzusammensetzung hat das Gemisch einen relativ hohen Kaliumanteil, mittlerweile ist es jedoch in verschiedenen Variationen erhältlich. Für Rasen eignet sich Blaukorn allerdings nur bedingt. Der ausschließlich mineralische Dünger wäscht sich schnell aus, sodass häufiges Nachdüngen erforderlich wird. Gleichzeitig reichern sich aber vom Gras weniger benötigte Stoffe im Boden an. Blaukorn führt, wenn er sich nicht richtig in Wasser löst und zu lange auf dem Rasen bleibt, häufig zu Verbrennungen an den Pflanzen. Er ist außerdem giftig und daher nicht geeignet, falls Du Haustiere oder Kinder hast. Insgesamt ist es daher ratsamer, auf Düngermischungen, die speziell an die Bedürfnisse von Rasen angepasst sind, zurückzugreifen.

Um Deinen Rasen wirklich ideal und bedarfsgerecht zu versorgen, kommst Du um eine Bodenanalyse allerdings nicht herum. Die meisten Institute teilen Dir dabei nicht nur das Ergebnis zur Bodenbeschaffenheit und den vorhandenen Nährstoffen mit, sondern sprechen auch eine Düngeempfehlung aus. Sie enthält Angaben dazu, wie viele Nährstoffe welcher Art pro Quadratmeter zugeführt werden sollten. Anhand dieser Daten wählst Du dann den passenden Dünger aus. Keine Angst, falls Du keine perfekte Mischung für Deinen Rasen findest. In dem Fall solltest Du vor allem darauf achten, dass der Nährstoff, den das Gras für den anschließenden Jahresabschnitt am dringendsten braucht, ausreichend abgedeckt wird.

Darauf musst Du beim Düngen achten

Wie bei allen Aspekten der Rasenpflege kommt es auch beim Düngen auf das richtige Timing an. Nur wenn die Umweltbedingungen stimmen, können die Gräser die zugeführten Nährstoffe ideal aufnehmen und verwerten. Perfekt zum Düngen eignen sich die Abendstunden an einem mäßig warmen und bedeckten Tag. Am besten ist in der darauf folgenden Nacht dann noch reichlich Regen gemeldet. Dieser sorgt dafür, dass der Dünger sich auflöst und tief in den Boden gelangt, wo die Wurzeln ihn aufnehmen können. Hilft das Wetter nicht mit, musst Du nach dem Düngen den Rasen auf jeden Fall ausreichend beregnen. Vorher sollte der Boden allerdings erst einmal trocken sein. Ist das Gras nass, bleiben die Düngerkügelchen nämlich an den Halmen kleben und verbrennen diese, wenn das nächste Mal die Sonne darauf scheint. Hinweise, dass der Rasen nach dem Düngen für eine Weile nicht betreten werden darf, sind nicht mehr aktuell. Moderne Düngermischungen verwenden in der Regel keine bedenklichen Stoffe. Gerade beim Düngen im Frühjahr und Herbst solltes Du außerdem darauf achten, dass es tagsüber mindestens 15 °C sind. Vorher macht es noch keinen Sinn, den Rasen zu düngen, da die Wurzeln die Nährstoffe bei niedrigen Temperaturen kaum aufnehmen können.

Düngen, Mähen, Vertikutieren – was zuerst?

Große Uneinigkeit herrscht darüber, ob man im Frühjahr den Rasen zuerst mähen, vertikutieren oder düngen sollte. Fest steht, dass das Gras nach den Belastungen durch Kälte, Frost und wenig Tageslicht, denen es im Winter ausgesetzt ist, dringend auf wachstumsfördernde Nährstoffe angewiesen ist. Sind diese im Frühjahr nicht in ausreichender Menge im Boden vorhanden, schwächt das die Grasnarbe nachhaltig und Unkräuter nehmen schnell überhand. Sowohl Vertikutieren als auch Mähen sind Belastungen für den Rasen, die dieser nur gut aushalten kann, wenn er ausreichend versorgt ist. Schwächelt Dein Gras nach dem Winter sichtlich, solltest Du es daher im Frühjahr zuerst düngen, bevor Du das erste Mal mähst oder vertikutierst. Zwischen der Düngung und anschließenden Pflegemaßnahmen solltest Du aber genug Zeit einplanen, damit die Mineralstoffe vom Boden aufgenommen werden können. So solltest Du mindestens ein bis zwei Wochen nach dem Düngen weder mähen noch vertikutieren. In dieser Zeit besteht das Risiko, dass Du Reste des Düngers, die noch an der Oberfläche liegen, mit dem Schnittgut oder Rasenfilz wieder entfernst und diese wirkungslos im Kompost oder der Biotonne landen.

Hat der Rasen den Winter allerdings gut überstanden und ist recht widerstandsfähig, kannst Du auch zuerst vertikutieren und anschließend düngen. Das hat den Vorteil, dass der Dünger nicht im Rasenfilz hängen bleibt und schneller in den Boden kommt. Auch Mähen sorgt dafür, dass die Mineralstoffe eher auf die Erde gelangen, sich von dort aus gut verteilen und gleichmäßig in den Boden einsickern. Lässt der Zustand der Pflanzen es zu, ist es daher sinnvoll, vor dem Düngen erst einmal den Rasen zu kürzen und bei Bedarf auch zu vertikutieren. Bis auf die erste Düngergabe im Frühjahr sollte es für eine möglichst effiziente Aufnahme und Verwertung des Substrats die Regel sein, den Rasen zuerst zu mähen, dann zu düngen und anschließend zu beregnen.

Clevere Helfer optimieren den Effekt durch das Düngen

Einer der wichtigsten Punkte beim Düngen ist die gleichmäßige Verteilung des Substrats. Nur so kannst Du sicherstellen, dass der Boden überall ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist und es andererseits auch nirgendwo zu einem Überschuss an Mineralien kommt. Das Ausbringen des Düngemittels mit der Hand benötigt viel Übung, damit Du mit einer lockeren Bewegung aus dem Handgelenk die Kügelchen gleichmäßig über den Rasen verteilen kannst. Leichter ist es oft, Hilfsmittel, beispielsweise einen batteriebetriebenen Streuer oder Streuwagen, zu nutzen. Sie stellen sicher, dass überall gleich viel Dünger aufgebracht wird. Somit verhinderst Du zuverlässig ein fleckiges Erscheinungsbild des Rasens, wie es durch Über- oder Unterdüngung einzelner Bereiche entstehen kann.

Organischer oder mineralischer Dünger – oder beides?

Sicher hast Du schon einmal davon gehört, dass es organischen und mineralischen Dünger gibt. Ersterer besteht aus natürlichen Materialien wie Hornspänen, Mist oder Kompost. Mineralischer oder anorganischer Dünger wird künstlich hergestellt. Das hat den Vorteil, dass es wesentlich leichter ist, die Nährstoffverteilung genau festzulegen. Er besticht vor allem durch seine gute Sofortwirkung, da die Mineralstoffe nur sehr lose aneinander gebunden sind und sich bei Kontakt mit Wasser sofort lösen. Sobald sie in den Boden eingesickert sind, können die Wurzeln sie verwenden. Dadurch ist die Gefahr einer Überdüngung bei anorganischen Düngemitteln aber auch größer.

Die Nährstoffe in organischem Dünger sind weniger leicht verfügbar. Sie müssen erst durch Bodenorganismen freigesetzt werden, bevor der Rasen sie aufnehmen kann. Somit sind Mineralien aus organischem Material keine gute Lösung, wenn Dein Rasen akut unterversorgt ist und dringend Hilfe benötigt. Er besticht aber durch seine gute Langzeitwirkung, da die wertvollen Bestandteile nicht nur kurz sondern über einen langen Zeitraum verfügbar sind. Da pflanzliche Materialien hauptsächlich Stickstoff enthalten, musst Du Deinem Rasen andere Mineralien eventuell extra über mineralischen Dünger zuführen. Besitzt Du beispielsweise einen Mulchmäher oder einen Komposthaufen, kannst Du organischen Dünger selbst herstellen und somit ordentlich Geld sparen.

Um Deinen Rasen optimal mit allen Nährstoffen zu versorgen, greifst Du am besten auf eine Mischung von mineralischem und organischem Dünger zurück. So vereinst Du das Beste aus beiden Welten. Düngermischungen auf Grundlage organischer Stoffe, die zudem mit Mineralien angereichert sind, verfügen sowohl über eine Langzeitwirkung als auch über alle notwendigen Nährstoffe um Deinen Rasen optimal zu versorgen.

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