Moos

Moos entfernen - effektiv und dauerhaft​

Was im Blumengesteck so toll aussieht, hat auf dem Rasen nichts verloren. Leider hält sich das Moos nicht an diese Regel. Der mühsam angelegte neue Rasen ist häufig mit Moos durchsetzt und es kostet einige Mühe, die anpassungsfähigen Pflanzen wieder loszuwerden. Statt zum giftigen Eisendünger zu greifen, ist Vorbeugen die bessere Alternative. Was du tun kannst, um Moos im Rasen zu verhindern und wie sich das Unkraut am besten entfernen lässt, erfährst du hier.

Moos im Rasen vorbeugen

Die richtige Pflege ist entscheidend für einen moosfreien Rasen. Damit die Gräser im Rasen stark und widerstandsfähig werden, brauchen sie die passende Umgebung. Für den Rasen heißt das vor allem Licht. Denn Gräser wachsen am besten, wenn sie viel Helligkeit bekommen. Moos hingegen fühlt sich im Schatten wohl. An schattigen Ecken breitet sich deshalb gerne ein Moosteppich aus. 

Moos in FugenWer einen Hof mit Kopfsteinpflaster hat, der häufig im Schatten liegt, kennt auch hier das Problem. In den kleinen schmalen Ritzen zwischen den Pflastersteinen wuchert es häufig grün. Auch auf Hausdächern ist das Phänomen zu beobachten. In puncto Rasen heißt das: für genügend Licht sorgen! Darüber hinaus ist Luft wichtig. Ist die Luftzirkulation gestört, bekommt der Rasen Atemnot. Das passiert schnell, wenn die Gräser miteinander verwachsen und sich Verfilzungen bilden, der sogenannte Rasenfilz. Dagegen hilft Vertikutieren. Während der gesamten Wachstumszeit von März bis Oktober solltest du zudem regelmäßig mähen. Ebenso wichtig ist Gießen bei Bedarf. Vor allem bei größeren Rasenflächen lohnt sich der Einsatz eines Rasensprengers, der den Gräsern das notwendige Nass spendet. Gleich im Frühjahr versorgst du den grünen Teppich in deinem Garten mit einem Langzeit-Rasendünger, der je nach Produkt einige Monate vorhält. Im Bedarfsfall wird im Sommer nochmal nachgedüngt. So bekommt der Rasen genügend Nährstoffe und wird stark und widerstandsfähig gegen Unkräuter und Moos. Aber Achtung: Wurde über Jahre der falsche Rasendünger verwendet, kann es ebenfalls zu Moosbelag kommen. Am besten gehst du nicht nach dem Prinzip „viel hilft viel“ vor, sondern hältst dich an die vom Hersteller empfohlene Düngemenge.

Maßnahmen zur Vorbeugung von Moos im Rasen:

  • Schatten vermeiden (Bäume oder Sträucher auslichten)
  • Bodenverdichtungen und Staunässe beseitigen
  • Besandung für trockenere Oberfläche
  • für gute Luftzirkulation sorgen
  • richtig düngen
  • Lücken und kahle Stellen schnell durch Nachsaat schließen

Moos im Rasen bekämpfen

Bekämpfung von Moos im Rasen leichtgemacht

Damit du weißt, was du eigentlich bekämpfst, lohnt es sich einmal genauer hinzuschauen. Zwar gibt es verschiedene Moosarten in Rasenflächen, meist handelt es sich jedoch um das Sparrige Kranzmoos oder auch Sparriger Runzelbruder genannt (Rhytidiadelphus squarrosus). Es wächst ziemlich untypisch für ein Moos auf nährstoffarmen sowie gut gedüngten Böden und liebt es sowohl sauer als auch basisch. Kalken hilft hier — entgegen der landläufigen Meinung — nicht. Zwei weitere Moosarten, die sich gerne im Rasen ansiedeln sind das Krückenförmige Kurzbüchsenmoos (Brachythecium rutabulum) und das Spießmoos (Calliergonella cuspidata).

Eine Bodenprobe hilft weiter

Rasen Bodenprobe

Wenn du nicht genau weist, welches Moos sich in deinem Rasen angesiedelt hat, ist das kein Problem. Die meisten Moose fühlen sich auf saurem Boden wohl. Deshalb lohnt sich etwas Ursachenforschung. Um zu wissen, wie sauer der Boden ist, kannst du eine Bodenprobe entnehmen und einen pH-Test machen. Das geht schnell mit einem einfachen Test aus dem Baumarkt, ein aufwändiges Labor wird hier nicht gebraucht. Ein Wert von sieben ist neutral und gut, darunter liegende Werte sind schlecht für den Rasen. Ein niedriger pH-Wert ist zudem ein Zeichen für wenig Bodenaktivität, Gras kann dann nur spärlich wachsen, weil die Gräser nicht an die Nährstoffe herankommen. Mit diesem Test erkennst du auch, ob dem Boden wirklich Kalk fehlt und kannst im Bedarfsfall kalken.

Für grünen Rasen Boden verbessern

Gerade bei Neubauten und einem neu angelegten Rasen findet man oft verdichtete Böden. Wurde der Rasen auf einem sehr lehmigen, verdichteten Boden angelegt, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Moos im Rasen bildet. Um das zu verhindern, solltest du auf den Oberboden jedes Jahr eine rund zwei Zentimeter dicke Sandschicht auftragen. Das verhindert Staunässe und damit Moosbelag. Hat sich bereits Moos gebildet, entfernst du dieses erst und bringst dann den Sand aus. Um langfristig den Boden zu verbessern, ist eine organische Lösung ideal. Vor allem bei Rasen, der mit vielen Unkräutern und Moos durchsetzt ist, hat sich Kompost bewährt. Dadurch verbessert sich das Bodenleben und die Gräser können wieder besser gedeihen. Vor dem Düngen steht aber erst einmal das Vertikutieren. 

Den Rasen richtig vertikutieren

Für einen dichten und widerstandfähigen Rasen ohne Unkräuter und Moos greifst du am besten im zeitigen Frühjahr zum Vertikutierer. Bei kleinen Rasenflächen reicht eine Metallharke aus, die du ohne Druck durch den Rasen ziehst. Einfacher geht es mit einem Benzin Vertikutierer. Ohne viel Kraftaufwand wird der Rasen so gründlich gelüftet. Der Vertikutierer sollte so eingestellt werden, dass die Messer die Grasnarbe nicht zu tief —höchstens zwei bis drei Millimeter — einritzen. Anschließend kannst du mit der Harke den Rasenfilz beseitigen. Das Moos muss entfernt werden, da es sonst leicht wieder anwächst. Jetzt ist der Boden optimal für die Bodenverbesserung vorbereitet.

Düngen für die Nährstoffversorgung im Rasen

Hat der Bodentest ergeben, dass Kalk fehlt, wird nun der Boden gekalkt. Schnell wirkender Kalk hebt den pH-Wert des Bodens auf einen normalen Level. Am einfachsten kannst du ihn mit einem Streuwagen verteilen. Streuwagen/Schleuderstreuer gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich einfach bedienen lassen. Danach wird organischer Rasendünger ausgebracht. Er sorgt für eine langfristige Nährstoffversorgung und aktiviert das Bodenleben. Mit einer Harke harkst du den Kompost leicht unter. Danach kannst du neu säen bzw. an kahlen Stellen zertifiziertes Saatgut nachsäen.

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Auf das Saatgut kommt es an

Im Frühjahr sind die Säcke wieder überall zu sehen, Saatgut für den Rasen. Doch bei der Auswahl kannst du einiges falsch machen. Vor allem in sehr günstigem Rasensaatgut finden sich häufig Anteile stark wachsender Futtergräser, die in einem gepflegten Rasen nichts zu suchen haben. Gesetzliche Standards existieren bei Rasensamen nicht. Die Bezeichnungen wie „besonders trittfest“, „strapazierfähig“ oder „pflegeleicht“ sagen nichts über die Zusammensetzung des Saatguts aus. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du dich für eine der 21 zertifizierten Qualitätsmischungen mit der Bezeichnung RSM (Regelsaatgutmischung) entscheidest.

Rasensamen für Sonne und Schatten

Welche Rasenmischung du kaufst, hängt von der Nutzung des Rasens ab. Soll es ein gewöhnlicher Gebrauchsrasen sein oder wird die Fläche eher intensiver genutzt? Dann ist eine spezielle Sport- und Spielrasenmischung eher geeignet. Für schattige Flächen empfiehlt sich eine Schattenrasenmischung, dennoch braucht der Rasen auch hier genügend Licht. Ansonsten treten auch bei Rasensamen für Schatten Moose und Unkräuter auf. Ratsam ist es, wenn du nur ein paar schattige Ecken in deinem Garten hast, hier Schattengräser auszusäen und für die übrige Sonnenfläche normalen Samen zu nehmen.

Die richtige Pflege für den Rasen

Art und Häufigkeit des Mähens spielen bei der Pflege eine große Rolle. In der Wachstumsphase kannst du alle sieben Tage mähen, im Hochsommer und im Herbst reicht ein Abstand von 14 Tagen aus. Achte hierbei immer auf die richtige Schnitthöhe. Wird das Gras zu tief geschnitten, treibt es schlechter aus und fördert die Einwanderung unerwünschter Gräser. Niedriger als eine Schnitthöhe von 40 bis 45 Zentimeter solltest du nicht einstellen. Regelmäßiges Mähen sorgt nicht nur dafür, dass der Rasen gut aussieht und eine dichte Fläche bildet, sondern hält auch Unkräuter fern. Da jeder Rasenschnitt dem Boden Nährstoff entzieht, braucht der Rasen regelmäßige Düngung. Hast du einen Rasenmäher mit Mulchaufsatz, kannst du das Schnittgut auf dem Rasen liegen lassen (Mulchen). Dazu muss der Rasen allerdings trocken sein. Ist das Schnittgut zu feucht, legt es sich als undurchlässige Schicht auf die Oberfläche und erstickt den Rasen.

Rasen wässern

Feste Regeln für das Wässern gibt es nicht. Wann der Rasen Wasser braucht, hängt von den Temperatur- und Bodenverhältnissen ab. Bei Trockenheit kannst du ein- bis zweimal die Woche gründlich beregnen, so dass die Rasenfläche wurzeltief durchfeuchtet wird. Mit einem Rasensprenger lassen sich auch große Flächen komfortabel bewässern, zudem lässt sich das Ganze auch automatisieren. Denke in heißen Sommern unbedingt an ausreichendes Wässern, denn Wassermangel schwächt die Gräser. Zudem bieten trockene Stellen im Rasen Wildkräutern die Möglichkeit, sich hier anzusiedeln. 

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