Der Winter ist noch ein gutes Stück entfernt, aber wenn du mit Holz bei dir Zuhause heizt, beginnt jetzt die die Vorbereitung für die kommende Heizperiode. So beginnt die nächste Heizsaison: nicht am ersten frostigen Abend, sondern Monate vorher, mit Planung, sauberer Arbeit und genügend Zeit zum Trocknen.
Brennholz selber zu machen ist kein kompliziertes Geheimprojekt. Du musst aber wissen, woher das Material legal kommen darf, welche Länge in Deinen Ofen passt und wann das ofenfertige Holz wirklich bereit ist. In diesem FUXTEC Gartenratgeber führen wir Dich Schritt für Schritt vom Stamm bis zum Stapel. Du erfährst, wie Du Brennholz richtig vorbereitest, welche Geräte Dir schwere Arbeit abnehmen und warum Tempo beim Holzmachen weniger zählt als ein sicherer Ablauf. So kannst Du eigenes Brennholz herstellen, ohne aus einem Wochenende einen forstlichen Abenteuerfilm zu machen.
Brennholz selber machen: Holz beschaffen, eigenes Brennholz selber schlagen und in der Region finden
Bevor die erste Maschine läuft, brauchst Du eine legale Bezugsquelle. Einfach Holz im Wald mitzunehmen, ist auch dann nicht erlaubt, wenn Äste bereits am Boden liegen. Eigentümer, Förster oder Forstamt legen fest, ob und unter welchen Bedingungen Du Holz sammeln darfst. Je nach Gebiet kaufst Du aufgearbeitete Polter am Waldweg, erhältst Flächenlose oder darfst mit einem Holzsammelschein bestimmte Mengen Leseholz aufnehmen.
Die Regeln unterscheiden sich regional. Frage deshalb bei der kommunalen oder privaten Forstverwaltung nach, statt Dich auf Aussagen aus irgendeinem Forum zu verlassen. So kannst Du ein Angebot in Deiner Region finden und klärst gleich, ob ein Motorsägenführerschein verlangt wird. In vielen öffentlichen oder zertifizierten Wäldern ist ein entsprechender Nachweis Voraussetzung, sobald Du mit einer Säge arbeitest.
Willst Du Bäume selber schlagen, solltest Du einen stehenden Baum fällen nicht als Einstieg betrachten. Das Fällen von Bäumen verlangt Ausbildung, Erfahrung und eine präzise Gefährdungsbeurteilung. Für die meisten privaten Ofenbesitzer ist bereits gefälltes Holz aus dem Wald die bessere Wahl: Du konzentrierst Dich auf Aufarbeiten, Transport und Lagerplatz – und lässt die anspruchsvollste Aufgabe bei den Profis.
Forstamt, Holzarten und Raummeter: Brennholz richtig auswählen
Nicht jede Holzart brennt gleich. Wer Holzarten vergleicht, erkennt schnell die Unterschiede: Buche und Esche liefern eine ruhige, lang anhaltende Glut. Eiche hat ebenfalls einen hohen Heizwert, braucht wegen ihrer Gerbstoffe und Dichte jedoch viel Zeit. Birke entzündet sich vergleichsweise leicht, während Fichte und Kiefer schnell Wärme bringen und sich gut zum Anfeuern eignen. Ein gemischter Vorrat ist im Alltag oft praktischer als die Suche nach der vermeintlich perfekten Sorte.
Achte beim Preisvergleich auf die Einheit. Ein Raummeter bezeichnet einen Kubikmeter ordentlich gestapeltes Scheitholz samt Zwischenräumen. Ein Schüttraummeter enthält lose geschüttete Stücke und ist deshalb nicht direkt gleichzusetzen. Frage außerdem nach Länge, Durchmesser, Zustand und Lieferart. Ein günstiges Polter kann am Ende viel Arbeit bedeuten, wenn jedes Stück noch transportiert, gesägt und gespalten werden muss.
Plane rückwärts vom Kaminofen: Miss die maximal geeignete Scheitlänge laut Anleitung und ziehe etwas Spiel ab. Übliche Längen sind 25, 33 oder 50 Zentimeter. Wer vor dem ersten Schnitt sauber misst, produziert später kein Kaminholz, das nur diagonal in den Ofen passt. Das einzelne Scheit soll bequem liegen und nicht an der Scheibe anstehen.
Trocken heizen: Feuchte, Kaminofen, Brennstoff und Scheitholz
Frisches Holz enthält zu viel Wasser für eine saubere Verbrennung. Ein Teil der Energie würde zunächst in das Verdampfen gehen; die Folge sind weniger nutzbare Wärme, mehr Rauch und ungünstige Ablagerungen. Die Feuchtigkeit im Holz sollte daher vor der Nutzung gemessen werden. Dafür spaltest Du ein Probestück frisch auf und setzt die Messspitzen des Holzfeuchtemessers quer zur Faser in der Mitte der neuen Fläche an. Nur wenn es ausreichend trocken ist, kannst Du effizient heizen.
Für den Alltag ist ein Messwert von ungefähr 15 bis 20 Prozent ein guter Zielbereich. Nach § 3 Absatz 3 der 1. BImSchV dürfen die dort genannten Holzbrennstoffe grundsätzlich nur mit einem Feuchtegehalt unter 25 Prozent, bezogen auf das Trocken- beziehungsweise Darrgewicht, eingesetzt werden. Maßgeblich bleiben außerdem die Anleitung Deiner Feuerstätte und die Beratung durch den Schornsteinfeger. Verbrannt wird ausschließlich geeignetes, naturbelassenes Material – keine lackierten Bretter, behandeltes Bauholz oder Spanplatten.
Wie lange die Lagerung dauert, hängt von Sorte, Scheitgröße, Standort und Belüftung ab. Rechne eher großzügig als knapp. Brennholz für den Winter wird idealerweise lange vor der Heizperiode aufgearbeitet, damit Wind und Sonne ihren Job erledigen können. Möchtest Du den Vorrat richtig lagern, findest Du die vollständige Anleitung im FUXTEC-Ratgeber Brennholz lagern: Alles, was Du wissen solltest.
Sicher arbeiten: Schutzausrüstung, Schutzkleidung und persönliche Schutzausrüstung
Eine laufende Maschine verzeiht keine improvisierten Bewegungen. Die persönliche Schutzausrüstung umfasst mindestens Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe mit geeignetem Schutz, Handschuhe sowie einen Schutzhelm mit Visier und Gehörschutz. Diese Schutzkleidung ist bei der Sägearbeit kein optionales Extra. Was für Deine konkrete Tätigkeit erforderlich ist, hängt vom Gerät, vom Arbeitsort und von der Gefährdung ab. Der FUXTEC-Beitrag zur Sicherheitsausstattung für die Motorsäge erklärt die einzelnen Komponenten ausführlich.
Arbeite auf festem, aufgeräumtem Untergrund und halte andere Personen aus dem Gefahrenbereich. Bei der Arbeit im Wald solltest Du mindestens zu zweit sein, damit im Notfall Hilfe organisiert werden kann. Smartphone, Standortkenntnis und Verbandmaterial gehören griffbereit dazu. Alkohol, Zeitdruck und Müdigkeit bleiben draußen – das ist keine Spießigkeit, sondern professionelle Routine.
Wer sicher arbeiten will, liest die Bedienungsanleitung, prüft das Gerät vor jedem Start und kennt seine Grenzen. Ein Kurs vermittelt weit mehr als einen Nachweis: korrekte Schnitttechniken, Gefahren durch Spannung im Stamm und den kontrollierten Umgang mit der Motorsäge. Diese Grundlagen machen die Arbeit mit der Kettensäge berechenbarer. Mehr dazu liest Du im FUXTEC-Ratgeber zum Kettensägenschein.
FUXTEC-Werkzeuge zum Brennholzmachen
Vom Ablängen der Stämme bis zum Spalten der Holzrollen: Mit diesen FUXTEC-Geräten bereitest Du Deinen Brennholzvorrat vor. Wähle Säge und Spaltwerkzeug passend zur Holzmenge, zum Stammdurchmesser und zu Deiner Erfahrung.
Größere Holzarbeiten
Benzin-Kettensäge FX-KS262 Black Edition
Für umfangreiche Brennholzarbeiten bietet die Benzin-Kettensäge einen kräftigen Zweitaktmotor. Damit längst Du bereits gefällte Stämme unabhängig von einer Steckdose ab.
- 61,5 cm³ Hubraum und 2,85 kW Leistung
- Easy-Start-System für leichteres Anlassen
- inklusive Schwertschutz und Tragetasche
Kleinere Mengen am Haus
Akku-Kettensäge FX-E2KSSET
Für kleinere Brennholzmengen und das Ablängen dünnerer Stämme arbeitest Du mit zwei 20-Volt-Akkus kabellos. Zwei Akkus und das passende Doppelladegerät gehören zum Set.
- 35 Zentimeter Schwertlänge
- 15 Meter pro Sekunde Kettengeschwindigkeit
- inklusive zwei 20V-Akkus mit je 2 Ah und Doppelladegerät
Holz maschinell spalten
Holzspalter FX-HS26
Der elektrische Holzspalter nimmt Dir das Spalten bereits abgelängter Holzrollen ab. Du bedienst ihn mit beiden Händen; der Hydraulikzylinder fährt anschließend automatisch zurück.
- 7 Tonnen Spaltkraft
- für Holz bis 52 Zentimeter Länge und 25 Zentimeter Durchmesser
- 2,3 kW Leistung bei 230 Volt Netzspannung
Scheite und Anmachholz
Spaltaxt und Beil im 2er Axt-Set FX-AX2
Mit der langen Spaltaxt teilst Du Holzrollen auf dem Hackklotz. Das kleinere Beil ergänzt die Ausrüstung für Anmachholz und feine Spaltarbeiten.
- 90 Zentimeter lange Spaltaxt mit 2.000 Gramm Kopfgewicht
- 36 Zentimeter langes Beil mit 600 Gramm Kopfgewicht
- Stiele mit Fiberglaskern und gummierten Griffen
Brennholz sägen: Kettensäge, Motorsäge und Sägebock beim Sägen
Lege zuerst die gewünschte Scheitlänge fest und markiere sie mehrfach am Stamm. So bleibt das Ergebnis gleichmäßig, ohne dass Du nach jedem Schnitt den Zollstock suchst. Dünnere, bereits bewegliche Stämme und Äste liegen beim Sägen sicher in einem stabilen Sägebock. Das Werkstück darf nicht rollen, kippen oder von einer zweiten Person festgehalten werden.
Eine FUXTEC Benzin-Kettensäge bietet Reserven für größere Durchmesser und längere Einsätze. Für kleinere Mengen am Haus kann eine FUXTEC Akku-Säge angenehm handlich sein. Entscheidend ist nicht maximaler Hubraum, sondern ein Gerät, das zur Dimension und zu Deiner Erfahrung passt. Prüfe vor dem Start Kettenbremse, Schmierung, Spannung und Schärfe der Sägekette. So lässt sich Brennholz sägen, ohne die Maschine durch unnötigen Druck zu zwingen.

Beim Entasten arbeitest Du überlegt vom dünnen zum stärkeren Bereich und beachtest, unter welcher Spannung ein Ast steht. Stämme auf dem Boden werden nicht blind bis in Erde oder Steine durchtrennt: Das macht die Schneide stumpf und kann einen gefährlichen Rückschlag begünstigen. Drehe das Werkstück oder nutze eine geeignete Hebehilfe, bevor der letzte Schnitt gesetzt wird.
Eine gepflegte Maschine schneidet kontrollierter und verlangt weniger Druck. Wie Filter, Kette, Schwert und Schmierung geprüft werden, zeigt Dir der FUXTEC-Ratgeber Kettensäge richtig warten.
Holz spalten: Axt, Spalthammer, Holzspalter und Scheit
Spalte die abgelängten Rollen möglichst früh. Kleinere Querschnitte geben Feuchtigkeit schneller ab und lassen sich später besser stapeln. Gerade Stücke mit geringem Durchmesser bearbeitest Du auf einem stabilen Hackklotz mit einer FUXTEC Spaltaxt; eine leichtere Axt eignet sich eher für Anmachholz. Stelle das Werkstück mittig auf, halte Abstand zu anderen Personen und schlage kontrolliert statt maximal kräftig.
Bei dicken oder astigen Rollen bringt ein Spalthammer mehr Masse in den Schlag; ein Keil kann den Riss weiter öffnen. Finger weg von wackeligen Unterlagen und improvisierten Metallkombinationen. Kontrolliere Stiel und Kopf vor Beginn. Beim Holzhacken zählt ein sauberer Treffpunkt mehr als Show.

Für größere Mengen schont ein FUXTEC Holzspalter Rücken und Zeitbudget. Modelle wie der elektrische FX-HS26 führen die Spaltbewegung kontrolliert aus und setzen auf eine Zweihandbedienung. Trotzdem bleibt die Maschine eine Kraftanlage: Hände gehören nie zwischen Material und Spaltbereich, Schutzvorrichtungen bleiben montiert, und die Betriebsanleitung gibt die zulässigen Abmessungen vor. Wenn Du viel Holz spalten möchtest, schafft diese Unterstützung einen gleichmäßigen Rhythmus.
Wenn Holz gesägt und gespalten ist: richtig lagern
Das fertige Material braucht Luft, Abstand zum Boden und Schutz vor Niederschlag. Staple die Holzscheite auf Paletten, Kanthölzern oder einem belastbaren Unterbau. Eine offene Süd- oder Westseite mit Windkontakt ist meist besser als ein geschlossener Schuppen ohne Luftwechsel. Decke nur die Oberseite ab; dicht eingepackte Seiten bremsen die Trocknung und halten Feuchte im Stapel.
Lass etwas Abstand zur Hauswand und kontrolliere, ob der Stapel stabil steht. Große, gleichmäßige Reihen sehen ordentlich aus, sind aber nur dann gut, wenn sie nicht nach vorn kippen können. Kinder sollten dort weder klettern noch einzelne Stücke herausziehen. Der unmittelbare Bereich am Ofen eignet sich nur für einen kleinen Tagesvorrat, nicht für die gesamte Saison.
Werkzeug fürs Holzmachen: So wird Holz selber vorbereitet
Wer Holz selber aufbereiten möchte, braucht kein überfülltes Gerätehaus. Passendes Werkzeug und ein sinnvoller Ablauf sparen Wege und unnötiges Heben:
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Bezugsrecht, Zufahrt, Menge und Abholung mit Eigentümer oder Verwaltung klären.
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Stämme standsicher ablegen, vermessen und Schnittstellen markieren.
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Äste entfernen und Rollen auf die passende Ofenlänge ablängen.
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Rollen zeitnah in geeignete Größen teilen.
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Material luftig, erhöht und regengeschützt aufsetzen.
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Restfeuchte vor der Nutzung an einer frisch geöffneten Innenfläche messen.
Zur richtigen Ausrüstung zählen neben Säge und Spaltgerät auch Maßband, Markierstift, Hebehilfe, Erste-Hilfe-Set und Feuchtemesser. Plane außerdem den Transport. Schwere Rollen immer körpernah und mit geradem Rücken bewegen; bei großen Dimensionen helfen Greifzange oder Stammheber. Beim Arbeiten ist weniger Tragen oft der größte Produktivitätsgewinn.
Rund um Brennholz: Die häufigsten Fehler beim Holzmachen
Rund um Brennholz ist der Klassiker der zu späte Start. Wer erst im Herbst schneidet, erwartet von nassem Material in wenigen Wochen ein kleines Wunder. Ebenso problematisch sind zu große Stücke, eine geschlossene Plane bis zum Boden und ein Lagerplatz ohne Luftbewegung. Auch eine stumpfe Kette kostet nicht nur Zeit: Sie erzeugt feinen Staub, erhöht den Kraftaufwand und verschlechtert die Kontrolle.
Ein weiterer Fehler ist falsche Sicherheit. Erfahrung ersetzt keine Routineprüfung, und gute Technik ersetzt keine passende Ausrüstung. Übernimm direkt im Wald nur Aufgaben, für die Du ausgebildet bist. Die Forstwirtschaft arbeitet mit klaren Verfahren, weil Gelände, fallende Äste und verspannte Stämme Risiken kombinieren, die im Garten kaum vorkommen.
Fazit: Vom Stamm zum sauberen Vorrat
Gutes Brennholz entsteht in einer Kette aus vernünftigen Entscheidungen: legal beschaffen, passend ablängen, früh teilen, luftig stapeln und vor dem Einsatz messen. Die richtige Ausrüstung von FUXTEC macht die körperlich schweren Schritte planbarer. Den wichtigsten Vorteil liefert Dir am Ende aber kein Motor, sondern Zeit. Gib dem Feuerholz genug davon, dann wartet zum Saisonstart trockener Brennstoff statt einer rauchenden Baustelle.