Stechapfel entfernen

Stechapfel entfernen - effektiv und dauerhaft​

Der gemeine Stechapfel ist ein nicht allzu seltener, unerwünschter Gast im Garten, dem Du aber zum Glück relativ einfach Herr wirst.

Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on twitter
Twitter
Share on email
Email

Weißen Stechapfel zweifelsfrei erkennen

Charakteristisch für den Stechapfel sind die etwas länglichen und unregelmäßig spitz gezackten Blätter. Sie sind weich und erreichen in etwa die Größe einer Hand. Die weißen, trichterförmigen Blüten des Stechapfel erinnern an kleine Exemplare der als Zierpflanze beliebten Engelstrompete. Viele Gartenbesitzer nehmen den Stechapfel daher zuerst nicht als sonderlich störend war. Die Pflanze wächst aber sehr rasch und raubt dann allen anderen Gewächsen in der Umgebung das Licht. Insgesamt wird sie meist etwas mehr als einen Meter hoch und ebenso breit. In seltenen Fällen sind aber auch Wuchshöhen bis zwei Meter möglich. Charakteristisch für den Stechapfel ist der ihn umgebende Geruch, der vage an gekochte Kichererbsen erinnert und von den meisten Menschen als unangenehm wahrgenommen wird. Nach der Blüte von Juni bis Oktober bilden sich auffällige stachelige Samenkapseln, die der Pflanze ihren Namen verliehen haben. Sie sind etwa eiförmig und bis zu 5 Zentimetern lang und enthalten zwischen 300 und 500 schwarze Samenkörnchen, die äußerst robust sind und über viele Jahre lang keimfähig bleiben. Die Kapseln bleiben den ganzen Winter über stehen, während die Pflanze selbst aufgrund des Frostes abstirbt, und verteilen diese bis ins Frühjahr hinein. Die Ausbreitung erfolgt über Tiere oder Menschen, die die Samenkapseln streifen.

Gründe, warum Stechapfel entfernt werden sollte

Je nach Deinem persönlichen Geschmack findest Du Stechapfel zwar vielleicht sogar ganz hübsch anzusehen. Früher wurde die Pflanze auch als Heilpflanze verwendet. Die Wirksamkeit konnte jedoch nicht ausreichend nachgewiesen werden. Einerseits breitet sie sich aufgrund der zahlreichen Samen, des schnellen Wachstums und ihrer geringen Ansprüche sehr schnell aus. Andererseits verdrängt der Stechapfel mit seinen großen Blättern und dem buschigen Wuchs schnell weniger robuste Pflanzen wie Stauden, kleinere Bodendecker und natürlich Gräser. Nicht zuletzt ist Stechapfel aufgrund seiner Giftigkeit eine potentielle Gefahr für kleinere Kinder und Haustiere. Vor allem die kleinen Samen, aber auch alle anderen Pflanzenteile sind giftig und führen beim Verzehr zu Erregung, Sinnestäuschungen, Übelkeit und Sehstörungen bis hin zur Atemlähmung und dem Tod. Deswegen solltest Du Stechapfel, sobald Du ihn zweifelsfrei identifiziert hast, so schnell wie möglich entfernen. Da auch das Berühren der Pflanze teilweise schon zur Aufnahme der giftigen Alkaloide führt, ziehst Du zum Entfernen am besten Handschuhe an.

Stechapfel dauerhaft entfernen

Stechapfel dauerhaft loszuwerden ist zum Glück nicht allzu schwierig. Die Pflanze verfügt lediglich über eine Pfahlwurzel ohne weite Verzweigungen und ist daher leicht zu entfernen. Auch wenn Du beim Herausreißen nicht die ganze Wurzel erwischst, treibt Stechapfel in der Regel nicht noch einmal aus. Stattdessen stirbt der im Boden verbliebene Teil der Pflanze ab. Da der Stechapfel sehr robust gegenüber Pestiziden ist, ist das Jäten von Hand nicht nur die effektivste und kostengünstige, sondern tatsächlich auch die einzige Methode, um ihn zu entfernen.
Am besten entfernst Du Stechapfel noch während er blüht und bevor sich die Samenkapseln ausgebildet haben, über die er sich verbreitet,. So hast Du im nächsten Jahr nicht mit den zahlreichen Nachkommen, die eine einzelne Pflanze hervorbringen kann, zu kämpfen. Kommst Du nicht rechtzeitig dazu, den ganzen Stechapfel zu entfernen, kann es unter Umständen ratsam sein, wenigstens die Samenkapsel zeitnah abzuschneiden. Der Stechapfel selbst ist nicht winterhart und geht durch Bodenfrost und Kälte sowieso ein. Von daher reicht es theoretisch auch aus, seine Verbreitung zu unterbinden. Während er wächst, werden umliegende Pflanzen jedoch möglicherweise in Mitleidenschaft gezogen. Daher solltest Du ihn nach Möglichkeit zeitnah entfernen.

Stechapfel richtig entsorgen

Stechapfel ist zwar giftig, die dafür verantwortlichen Alkaloide zersetzen sich aber beim Austrocknen der Pflanze. Von daher spricht nichts dagegen, Stechapfel nach dem Entfernen aus dem Boden auf den Kompost zu geben. Lediglich wenn kleine Kinder oder Haustiere Zugang zu diesem Gartenbereich haben, solltest Du ihn doch lieber über den Biomüll entsorgen. Achte, bevor Du den Stechapfel auf den Kompost gibst, unbedingt darauf, ob sich bereits Samenkapseln gebildet haben. Auch wenn diese noch nicht vollständig ausgereift sind, kann sich der Stechapfel eventuell doch noch damit auf dem Kompost verbreiten und Du hast im nächsten Jahr ein noch größeres Unkraut-Problem. Entferne eventuell vorhandene Samenkapseln daher auf jeden Fall und gebe Sie in den Bio- oder noch besser in den Restmüll. So stellst Du sicher, dass Du den Stechapfel dauerhaft aus Deinem Garten verbannst. Da die Pflanze unter anderem von Tieren verbreitet wird, kann es natürlich immer mal wieder vorkommen, dass vereinzelte Ableger in Deinen Garten gelangen. Nun weißt Du ja aber, wie Du ihrer Herr wirst und die Ausbreitung des Stechapfels langfristig verhindern kannst.

Erneutem Stechapfelbewuchs vorbeugen

Dem Bewuchs mit Stechapfel lässt sich zum Glück leicht vorbeugen. Sind in einem Beet bereits andere Pflanzen etabliert, fällt es dem Unkraut schwer, Fuß zu fassen. Das gleiche gilt für Rasenflächen. Achte darauf, dass Du Deine Gräser stets umfassend pflegst, indem Du sie regelmäßig düngst, mähst und vertikutierst. Dadurch wachsen und verzweigen sie sich zuverlässig und bilden eine dichte Grasnarbe aus. Das regelmäßige Mähen sorgt außerdem dafür, dass Unkräuter kontinuierlich geschwächt werden und nicht gegen den sich schnell regenerierenden Rasen ankommen.

Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on twitter
Twitter
Share on email
Email
Close Menu

Pin It on Pinterest

Sag es weiter...

Hat Dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn doch einfach mit Deinen Freunden.