Saftig grüner Rasen?
Alles was Du wissen musst - Schritt für Schritt.

Gartenratgeber für den perfekten Rasen

Ein schöner und gepflegter Rasen ist eine tolle Sache, wenn man weiß, wie man ihn anlegt und in Schuss hält. Nein, wir sprechen hier nicht von Rollrasen, sondern von „echtem“ Rasen, der ausgesät, vertikutiert, gelüftet und gedüngt werden muss. Sicher wirst du jetzt sagen, dass eigentlich jeder Gartenbesitzer im Prinzip weiß, was dabei zu tun ist. Aus Erfahrung wissen wir, dass dem leider nicht so ist. Unser kleiner Guide möchte allen Rasenfans dabei helfen, Fehler bei Anlage und Pflege eines Rasens zu vermeiden und auf Anhieb ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Schritt für Schritt erklären wir dir, welche Arbeiten wann anfallen und welches Werkzeug und Material du dazu benötigst.

Kurzanleitung – So bekommst Du den perfekten Rasen

perfekter rasen

Schritt 1:

Boden vorbereiten und von Wurzelstücken und Steinen befreien 

  • Geräte: Spaten, Hacke oder Motorhacke
  • Zeitaufwand: 2 Stunden
  • Zeitraum: April/Mai oder September

Schritt 2:

Unebenheiten beseitigen

  • Geräte: breiter Rechen 
  • Zeitaufwand: 1 Stunde
  • Zeitraum: April/Mai oder September

Schritt 3:

Humusschicht auftragen (optimal 20 – 30 cm)

  • Geräte: Spaten, breiter Rechen 
  • Zeitaufwand: 2 Stunden
  • Zeitraum: April/Mai oder September

Schritt 4:

Boden verdichten

  • Geräte: Walze 
  • Zeitaufwand: 1 Stunde
  • Zeitraum: April/Mai oder September

Schritt 5:

Aussaat – Samen aussäen und verteilen 

  • Geräte: Streuwagen oder Streuwanne, Harke
  • Materialien: Rasensamen
  • Kosten: 30 – 40 Euro pro 100 m²
  • Zeitaufwand: 1 Stunde
  • Zeitraum: April/Mai oder September

Schritt 6:

Düngen der Neuaussaat 

  • Geräte: Streuwagen oder Streuwanne
  • Materialien: Rasendünger
  • Menge: 3 kg – 4 kg pro 100 m²
  • Zeitraufwand: 1 Stunde
  • Zeitraum: April/Mai oder September

Schritt 7:

Neuaussaat bewässern

  • Geräte: Gartenschlauch oder Rasensprenger
  • Materialien: Leitungswasser (besser Regenwasser)
  • Zeitaufwand: täglich 5 bis 10 Minuten (bei Trockenheit mehrmals täglich)
  • Zeitraum: direkt nach der Aussaat

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Rasen säen und anlegen – so legst du einen saftig grünen Rasen an

Richtiger Zeitraum und Bodenvorbereitung

Die wohl wichtigste Frage ist die nach dem richtigen Zeitpunkt für die Aussaat. Zwar lassen sich die winterharten Samen das ganze Jahr über aussäen, die schnelle Keimung gelingt jedoch am besten, wenn die Bodentemperatur mindestens 10° C beträgt. Die besten Ergebnisse erzielst du daher im Frühjahr in den Monaten April und Mai sowie im Spätsommer/Frühherbst in den Monaten August und September. Im Hochsommer besteht die Gefahr, dass der Samen durch die Hitze vertrocknet und bei Frost im Winter keimt der Samen nicht. Am besten hältst du dich daher an die Frühjahrs- bzw. Herbstregel. Bevor du die Samen jedoch aussäen kannst, musst du den Boden zunächst vorbereiten. Sorge dafür, dass die Fläche für die Aussaat vollständig von Unkraut befreit wird. Ein Spaten oder eine Hacke leisten hier gute Dienste. Bei sehr großen Flächen kannst du auch eine Motorhacke verwenden, die du dir im Fachhandel oder im Baumarkt ausleihen kannst. 

Schritt 1:

Boden vorbereiten und von Wurzelstücken und Steinen befreien

  • Geräte: Spaten, Hacke oder Motorhacke
  • Zeitaufwand: 2 Stunden
  • Zeitraum: April/Mai oder September

Schritt 2:

Unebenheiten beseitigen

  • Geräte: breiter Rechen
  • Zeitaufwand: 1 Stunde
  • Zeitraum: April/Mai oder September

Humusschicht bei Bedarf auftragen – Boden verdichten

Die Erd- bzw. Humusschicht für den Rasen sollte mindesten 15 cm dick sein. Optimal ist eine Schichtdicke von 20 – 30 cm. Ist die Erdschicht zu dünn, musst du zuerst ausreichend Humus auftragen. Falls die vorhandene Humusschicht zu stark verdichtet ist, muss der Boden vor der Aussaat zuerst etwas gelockert werden. Achte darauf, dass sämtliches Wurzelwerk und alle Steine von der Aussaatfläche entfernt werden. Als nächster Schritt folgt die Glättung der Oberfläche. Hierfür eignet sich ein breiter Rechen am besten. Streiche so lange über die Fläche, bis alle Unebenheiten beseitigt sind, damit sich später kein Wasser in Vertiefungen ansammeln kann. Um den Boden zu verdichten, solltest du eine Walze, die du dir ebenfalls in einem Fachmarkt ausleihen kannst, einsetzen. Planiere die Fläche gründlich mit der Walze, bis sie eine plane Ebene bildet. Lass die Fläche vor der Aussaat noch ein paar Tage ruhen, damit sich der Boden absetzen kann. 

Rasensamen aussäen leicht gemacht

Wähle eine Rasenmischung, die eine schöne Grasnarbe ausbildet. Bevor du zur Aussaat schreitest, lies zuerst die Anleitung auf der Packung mit dem Rasensamen genau durch. Eine gleichmäßige Verteilung des Rasensamens lässt sich mithilfe einer Streuwanne erzielen. Bei sehr großen Flächen benötigst du allerdings einen Streuwagen. 

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Mit dem Streuwagen oder der Streuwanne bringst du nicht nur den Rasensamen aus, sondern auch Kalk und Dünger. Dazu später mehr. Achte darauf, dass beim Aussäen möglichst kein Wind weht. Das erleichtert eine gleichmäßige Verteilung des Saatguts. Nach dem Aussäen wird der Rasen mit einem Rechen kreuz und quer geharkt, damit die Samen Kontakt zum Boden bekommen und nach dem Keimen besser anwachsen können. 

Achte darauf, dass du nur Rasensamen von hochwertiger Qualität verwendest. Für einen guten Rasensamen solltest du 30 bis 40 Eurocent pro Quadratmeter kalkulieren – für eine Rasenfläche von 100 m² würde der Rasensamen dann zwischen 30 und 40 Euro kosten. 

Viele Gartenbesitzer schwören darauf, die Rasenfläche nach der Ausbringung des Rasensamens zu walzen. Dadurch wir der Samen angedrückt und der aufgelockerte Boden verdichtet. Der Samen kann dadurch nicht so leicht verwehen oder ausgeschwemmt werden. Inzwischen scheiden sich die Geister in dieser Frage und manche Hersteller geben auf der Verpackung ihrer Produkte sogar an, dass die Rasenfläche nach der Aussaat nicht gewalzt werden soll. Am besten orientierst du dich hier an den Herstellerangaben. 

Nach der Aussaat ist Düngen angesagt

Die Zeit bis zur Auskeimung der Samen hängt von verschiedenen Faktoren, unter anderem von der Rasensorte und der Witterung ab. Spätestens nach zwei, allerspätestens drei Wochen sollten die Samen ausgekeimt sein. Falls nicht, ist irgendetwas schiefgelaufen. Vielleicht waren die Rasensamen bereits eingetrocknet. In dem Fall musst du die Aussaat mit keimfähigem Samen erneut durchführen. Damit dein Rasen schön dicht und sattgrün gedeihen kann, braucht er nach der Aussaat Dünger. Dieser enthält wichtige Nährstoffe, die für ein gesundes Wachstum der Grashalme sorgen. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Düngung bei der Neuanlage eines Rasens durchzuführen. Entweder du düngst eine Woche vor oder unmittelbar nach der Neuaussaat. Hierzu benutzt du dieselbe Streuwanne wie bei der Aussaat und verteilst den Dünger gleichmäßig über die Rasenfläche. Pro 100 m² benötigst du etwas 3 bis 4 kg Dünger. Für die Düngung von Neuanlagen gibt es übrigens Spezialdünger mit einem hohen Phosphorgehalt. Phosphor sorgt für ein schnelles Wachstum von neu angelegtem Rasen. 

Wenn der Boden sauer ist hilft Kalken

Das Kalken des Rasens ist vor allem dann wichtig, wenn der Boden zu sauer, also der pH-Wert zu niedrig ist. Saure Böden fördern das Wachstum von Unkräutern und Moosen, die irgendwann den Rasen überwuchern. Im Fachhandel sind Sets erhältlich, mit denen du den pH-Wert des Bodens selbst ermitteln kannst. Wenn der Boden übersäuert ist, hilft Kalk bei der Neutralisierung des pH-Werts. Bei Übersäuerung des Bodens kalkst du die Rasenfläche am besten vor der Aussaat, um den pH-Wert anzupassen. Kalk wird ebenfalls mit einem Streuwagen oder einer Streuwanne ausgebracht. Weitere Details zum Kalken des Rasens findest du im Abschnitt „Rasen kalken bei Bedarf“. 

Neuen Rasen intensiv bewässern

Damit der Rasen gedeiht, braucht er wie alle Pflanzen neben einer guten Bodenqualität auch ausreichend Feuchtigkeit. Vor allem nach der Aussaat muss er intensiv bewässert werden. Am einfachsten gelingt die gleichmäßige Bewässerung mit einem Rasensprenger. Er sollte so aufgestellt werden, dass alle Stellen des Rasens mit Wasser befeuchtet werden. Alternativ kannst du den Rasen auch mit der Gießkanne gießen, nutze dabei aber den Brauseaufsatz. Nach der Aussaat des Rasensamens solltest du den Rasen bei Trockenheit mindestens drei Mal täglich besprengen, damit die jungen Grassamen nicht verdörren. Jedes Mal ungefähr für zehn Minuten. Sobald die ersten Grashälmchen sichtbar werden, kannst du die Bewässerung etwas reduzieren. 

Wann muss man nachsäen?

Wenn du alles richtiggemacht hast, kannst du dich nach wenigen Wochen an einem sattgrünen Rasenteppich erfreuen. Betreten solltest du den Rasen allerdings erst nach frühestens sechs bis acht Wochen, bis er ausreichend dicht gewachsen ist. Unter Umständen kann der Rasen bei optimaler Witterung (nicht zu heiß und nicht zu feucht) auch schon nach vier Wochen vorsichtig betreten werden. Sollte es nach der Aussaat hingegen sehr regnerisch und windig oder sehr heiß sein, wächst der Rasen nicht an allen Stellen optimal. Es sind kahle Stellen entstanden, sodass du nachsäen musst. Die Nachsaat sollte erst erfolgen, nachdem der Rasen das erste Mal gemäht wurde. Achte darauf, dass die Grashalme mindestens 8 – 10 cm hoch sind, und schneide den Rasen nicht kürzer als 5 cm. Nach dem Rasenmähen kannst du die kahlen Stellen vorbereiten. Entferne eventuelles Unkraut und lockere den Boden auf. Anschließend säst du die kahlen Stellen gleichmäßig ein. Die Nachsaat sollte allerdings auch nicht nach September erfolgen, damit die nachgesäten Stellen noch keimen, und der Rasen wachsen kann. 

Rasen vertikutieren – aber richtig

Wenn dein Rasen nach ein paar Jahren mit Unkraut und Moos durchsetzt und an vielen Stellen verfilzt ist, musst du ihn vertikutieren. Hierfür gibt es spezielle Vertikutierer. Der Begriff ist ein englisches Akronym bei dem die Begriffe vertikal (vertical) und schneiden (cut) zu dem Kunstwort kombiniert wurden. Der Vertikutierer entfernt unerwünschte Gewächse durch senkrechtes Anritzen der Grasnarbe. Dabei wird der Rasen gelockert und Moos, Unkraut und altes Schnittgut lassen sich mühelos entfernen. Zudem gelangt durchs Vertikutieren mehr Sauerstoff an die Graswurzeln. Für kleine Rasenflächen reicht ein Vertikutier-Handgerät. Größere Flächen lassen sich erheblich komfortabler mit einem elektrischen Vertikutierer bearbeiten. Der beste Zeitpunkt für das Vertikutieren des Rasens ist die zweite Aprilhälfte. Die Arbeiten können aber auch noch bis September durchgeführt werden. Der Boden sollte auf jeden Fall trocken sein und der Rasen bis auf 2 cm abgemäht sein. Optimal ist eine Bodentemperatur von 8 – 10° C. Einen neu angelegten Rasen solltest du frühestens nach einem Jahr das erste Mal vertikutieren. Ansonsten solltest du deinen Rasen ein- bis zweimal im Jahr vertikutieren. 

Rasen aerifizieren / lüften beseitigt Staunässe

Oftmals wird Vertikutieren mit Aerifizieren gleichgesetzt. Es handelt hierbei aber um eine völlig andere Technik. Beim Aerifizieren wird nicht die Rasenoberfläche, sondern der verdichtete Boden unter dem Rasen bis zu einer Tiefe von 10 cm behandelt. Dadurch wird der Boden tiefenwirksam aufgelockert und die Staunässe beseitigt, die unerwünschtes Mooswachstum begünstigt. Um einen Rasenboden zu aerifizieren bzw. zu lüften benötigst du einen Rasenlüfter den sogenannte Aerator. Die elektrischen Rasenlüfter haben eine Walze, an der sich je nach Modell eine unterschiedliche Anzahl von Stacheln befinden. Diese bohren sich tief in den Rasenboden hinein, um diesen zu belüften. Die dabei entstehenden Löcher können anschließend mit Sand verfüllt werden. Den Aerator gibt es nicht nur als handgeführtes Elektrogerät, sondern auch als manuellen Hohlzinkenbelüfter, dessen Zinken wie ein Spaten in den Boden eingetreten werden. Beide Varianten kannst du im Baumarkt mieten. Das Belüften des Rasens dient dazu, den Bodenlufthaushalt zu verbessern und das Graswachstum zu fördern. Die Belüftung solltest du ein bis dreimal im Jahr durchführen. Idealerweise von Mitte März bis Mitte Oktober. mehr zum Thema

Rasen sanden für eine gute Durchmischung des Bodens

Rasen sanden ist eine verbreitete Methode, um einer zu hohen Bodenverdichtung unter dem Rasen entgegenzuwirken. Wenn dein Rasen übermäßig stark genutzt wird oder sich schwere Gegenstände dauerhaft auf der Rasenfläche befinden, können solche Verdichtungen auftreten, wodurch Staunässe entsteht. Dies führt zu Löchern im Rasen, die nicht sehr schön aussehen. Um der schädigenden Wirkung von Staunässe auf die Graswurzeln vorzubeugen, ist Rasensand ein probates Mittel. Hierbei handelt es sich um extrem feinen, kalkarmen Quarzsand. Das Sanden des Rasens hat also einen Drainageeffekt: Der Boden unter dem Rasen wird durchmischt und Wasser kann leichter versickern. Vor dem Sanden musst du den Rasen bis auf 3 bis 4 cm abmähen und gründlich vertikutieren, damit die Sandkörner auch am Boden ankommen können. Für das Ausbringen des Sands nutzt du am besten einen Streuwagen und verteilst ihn gleichmäßig über die gesamte Rasenfläche. Bei geringer Verdichtung des Bodens kommst du mit 1,5 kg Sand pro m² hin. Bei hoher Verdichtung des Bodens benötigst du bis zu 3 kg Sand pro m². Ziel sollte sein, eine gute Durchmischung des Bodens zu erreichen. Falls nach ein paar Wochen noch keine Veränderung eingetreten ist, musst du erneut sanden. Die beste Zeit, um den Rasen zu sanden sind die wachstumsstarken Perioden von März bis September

Rasen nachsäen bei Bedarf

Ein harter Winter oder andere ungünstige Witterungsbedingungen können auch dem bestgepflegten Rasen in Mitleidenschaft ziehen. Wenn er an vielen Stellen nicht mehr dicht sprießt oder kahle Stellen aufweist, ist Nachsäen angesagt. Bevor du damit beginnst, musst du den Boden zuerst vorbereiten. Als Erstes musst du den Rasen möglichst kurz bis auf 3 bis 4 cm abmähen und anschließend gründlich vertikutieren. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du in Längs- und Querrichtung arbeitest. Mit einem Fächerrechen befreist den Rasen vor der Aussaat von Grasresten, Unkräutern und Moosen. Das leichte Anritzen der Grasnarbe beim Vertikutieren bewirkt, dass das Rasensaatgut besseren Kontakt zum Boden bekommt und dadurch leichter keimen kann. Durchmische das Saatgut in einem Behälter und verteile es mit einer Streuwanne oder einem Streuwagen gleichmäßig über den Rasen. Pro m² solltest du 20 g Rasensamen ausbringen, benötigst also für 100 m² 2 kg Rasensamen. Durch nachträgliches Harken erreichst du besseren Bodenkontakt der Samen. Bei trockener Witterung musst du den Rasen nach der Aussaat unbedingt täglich bewässern. Nach ungefähr 4 bis 7 Tagen sollten die ersten neuen Grashalme zu sehen sein. Bevor du den Rasen betrittst, solltest du noch zwei bis drei Wochen warten. Die beste Zeit zum Nachsäen sind die Monate April und Mai. Nachsäen kannst du aber auch noch im September. 

Rasen mulchen anstatt mähen und düngen

Mulchen ist eine interessante Alternative zum herkömmlichen Mähen des Rasens mit dem Rasenmäher. Bei dieser Technik wird das Schnittgut nicht im Fangkorb des Mähers aufgefangen und anschließend entsorgt, sondern verbleibt auf dem Rasen und führt ihm verbrauchte Nährstoffe zurück. Hierin liegt natürlich der größte Vorteil, denn den Rasen zu mulchen spart Dünger. Zudem verhindert Mulchmähen auch den Wildwuchs von Moos und Unkraut. Für das Mulchen gibt es spezielle Mulchmäher. Anders als Rasenmäher schneiden sie die Grashalme nicht nur ab, sondern zerkleinern sie auch. Wenn die Grashalme des Rasens nach dem Winter eine Höhe zwischen sieben und acht Zentimetern erreicht haben, solltest du das erste Mal mulchen. Dabei führst du den Mulchmäher genauso wie einen Rasenmäher über die Rasenfläche. Grundsätzlich solltest du nur bei trockenem Wetter mulchen, damit das abgemähte Gras nicht verklumpt. Verteile das Schnittgut mit einer Harke über den Rasen und arbeite es in den Rasen ein. Während der Wachstumsperiode solltest du ein- bis zweimal pro Woche mulchen. Auch, wenn wissenschaftliche Vergleichsstudien dem Mulchen eine deutlich bessere Rasenqualität bescheinigen, musst du letzten Endes selbst entscheiden, ob du deinen Rasen lieber mähst und düngst oder mulchst. 

Rasen düngen bringt ihn zum Erstrahlen

Damit dein Rasen optimal wächst, muss er nicht nur regelmäßig gemäht, sondern auch gedüngt werden. Gerade nach einem langen Winter benötigt er viele Nährstoffe, damit er wieder sattgrün wird und die Gräser wieder wachsen. Mit dem Düngen solltest du so lange warten, bis das Thermometer so um die 15° C anzeigt. Auf jeden Fall sollte die Düngung vor dem ersten Rasenmähen erfolgen, denn der Rasen muss erst einmal zu Kräften kommen, um Keime und Schädlinge abzuwehren. Du solltest den Rasen nur bei trockener Witterung bevorzugt in den Abendstunden düngen und den Rasen anschließend bewässern, damit das Düngemittel langsam im Boden versickern kann. Den Dünger kannst du mit einer Streuwanne oder einem Streuwagen ausbringen. Dünge nicht auf nassem Rasen, weil das Mittel sonst an den Halmen klebt. Ein Rasendünger enthält Stickstoff, Phosphor, Magnesium und Kalium in unterschiedlichen Anteilen. Wenn du genau wissen willst, was deinem Rasen fehlt, kannst du Bodenproben in einem Institut für Bodenanalysen untersuchen lassen. Je intensiver der Rasen genutzt wird, umso höher ist sein jährlicher Stickstoffbedarf. Während ein intensiv genutzter Gebrauchs- oder Spielrasen 1,8 bis 2,5 kg Dünger pro 100 m² und Jahr benötigt, braucht ein reiner Zierrasen jährlich nur 1 bis 1,5 kg Dünger pro 100 m². Bringe nicht den gesamten Jahresbedarf an Dünger auf einmal aus, sondern mehrmals in kleineren Mengen. Vergiss nicht den Rasen auch im Herbst vor der kalten Jahreszeit noch einmal zu düngen. Damit bereitest du ihn auf den nächsten Frühling vor. Die beste Zeit für die Herbstdüngung ist Ende August bis Anfang November

Rasen kalken bei Bedarf

Ob ein Rasen gekalkt werden muss, hängt ganz von der Bodenbeschaffenheit und vom pH-Wert des Bodens unter dem Rasen ab. Wenn der pH-Wert des Rasenbodens unter 7 liegt, ist der Boden sauer. In diesem Fall ist es wirklich notwendig, den Rasen zu kalken, um ihn zu neutralisieren. Falls du nicht sicher bist, solltest du den Boden analysieren lassen. Nimm hierzu einige Bodenproben an verschiedenen Stellen des Rasens und schicke sie an ein Institut für Bodenanalysen. Das kostet ungefähr 20 bis 30 Euro. Im Fachhandel gibt es zudem Sets, mit denen du die Analyse selbst durchführen kannst. Musst du deinen Rasen kalken, weil der Boden zu sauer ist, solltest du wie folgt vorgehen. Vor dem Kalken solltest du den Rasen zunächst gründlich vertikutieren. Danach lass ihn ein paar Tage ruhen, bevor du mit dem Kalken beginnst. Verteile dann den Kalk mit einem Streuwagen gleichmäßig über die Rasenfläche. Die Kalkmenge hängt von der Bodenbeschaffenheit ab. Während du für leichte, sandige Böden 15 bis 20 kg pro 100 m² benötigst, sind es bei mittelschweren, lehmigen Böden 30 bis 40 kg pro 100 m². Bei schweren, tonhaltigen Böden benötigst du 40 kg pro 100 m². Die beste Jahreszeit für das Kalken ist das Frühjahr. Kalken lohnt sich aber auch im Herbst gegen Ende der Wachstumsperiode. Wichtig: Da die im Handel angebotenen Kalkmischungen zum Kalken des Rasens die Haut reizen können, solltest du beim Kalken unbedingt Handschuhe tragen. 

Rasen mähen – so machst du es richtig

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Damit dein Rasen schön grün, dicht und widerstandsfähig bleibt, musst du ihn regelmäßig mähen. Die Häufigkeit des Rasenschnitts hängt von der Jahreszeit und den klimatischen Bedingungen ab. In unseren Breiten beginnt die Mähsaison im März/April und endet im Oktober/November. In den wachstumsstarken Perioden im Frühjahr und Frühsommer musst du den Rasen 1 bis 2 Mal pro Woche mähen. Im Hochsommer reicht es, den Rasen einmal pro Woche zu mähen. Nicht jedoch in der Mittagshitze, sondern in den kühleren Abendstunden. Einen neu angelegten Rasen solltest du das erste Mal mähen, wenn die Grashalme eine Höhe von 8 – 10 cm erreicht haben. Übrigens: Je häufiger du den Rasen mähst, desto schneller wächst er nach. Den Rasen in feuchtem Zustand zu mähen, ist übrigens kein Problem. Am Anfang der Saison sollte die Schnitthöhe 5 cm betragen. Im Verlauf des Sommers kannst du tiefer mähen und die Schnitthöhe nach und nach bis maximal auf 2,5 cm absenken. Wie tief du den Rasen schneidest, hängt von der Nutzung und Lage des Rasens ab. Zierrasen und Schattenrasen wird weniger tief geschnitten als Nutz- oder Spielrasen. Eine Faustregel besagt, dass man immer nur ein Drittel der Wuchshöhe abmähen sollte. Sind die Grashalme 6 cm hoch, werden sie demnach auf 4 cm gekürzt. Im Frühherbst gegen Ende der Wachstumsperiode reicht es aus, den Rasen nur alle 10 Tage zu mähen. Denk beim Rasenmähen auch an deine Nachbarn und halte unbedingt die Ruhezeiten ein. Unter der Woche kannst du bedenkenlos zwischen 7 und 20 Uhr mähen. Falls du einen Rasenmäher mit Benzinmotor verwendest, musst du wegen der erheblichen Geräuschentwicklung auch die Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr einhalten. An Sonn- und Feiertagen ist das Rasenmähen grundsätzlich nicht gestattet. 

Rasen richtig bewässern

Wie alle Pflanzen brauchen auch Rasengräser regelmäßig Wasser. Da es sich bei Rasenflächen oft um größere Flächen handelt, lässt sich diese nur schwer per Gießkanne mit Brauseaufsatz bewässern. Mit einem Gartenschlauch oder noch besser einem Rasensprenger lassen sich auch große Rasenflächen komfortabel bewässern. Wichtig ist, dass alle Stellen von den Wasserstrahlen erreicht werden. Besonders in den Sommermonaten bei großer Trockenheit leidet der Rasen. Häufiges Bewässern ist daher unumgänglich, weil sonst der Rasen vertrocknet und sich unschön gelb-bräunlich verfärbt. Für die Bewässerung des Rasens gibt es die unterschiedlichsten Systeme. Entscheidend sind jedoch die Wassermenge und die Häufigkeit der Bewässerung. Folgende Faktoren spielen eine Rolle: Jahreszeit, Witterung, Art des Rasens und Bodenbeschaffenheit. Ein schattiger Zierrasen braucht beispielsweise weniger Wasser als ein intensiv genutzter Rasen, auf den ganztätig viel Sonnenschein fällt. Bei einem lockeren Sandboden reicht es, wenn du alle drei bis vier Tage 10 bis 15 Liter Wasser pro m² aufbringst. Ist der Boden deines Rasens eher lehmig bis tonig, dann musst du deinen Rasen einmal pro Woche mit 15 bis 20 Liter pro m² bewässern. Die besten Tageszeiten für das Bewässern deines Rasens sind insbesondere in den heißen Sommermonaten die frühen Morgenstunden vor 6 Uhr. Je höher die Sonne steht, umso mehr Wasser – bis zu 90 Prozent – verdunstet wieder. Das gilt im Sommer auch für das abendliche Bewässern. Übrigens: Gesammeltes Regenwasser ist für die Bewässerung besser als Leitungswasser und spart zudem Geld. 

Unkraut im Rasen muss nicht sein

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Eines vorweg: Chemische Mittel zur Unkrautvernichtung sollten bei der Rasenpflege nur das allerletzte Mittel sein. Es gibt viel schonendere Möglichkeiten das Wuchern von unerwünschten Gartenkräutern auf der Rasenfläche zu verhindern. Die wohl einfachste Methode zur Verhinderung und Beseitigung von Unkraut im Rasen ist das häufige Rasenmähen. Anders als Graspflanzen, die durch häufiges Mähen gekräftigt werden, verkümmert Unkraut, weil es weniger Widerstandskräfte besitzt und nach wenigen Wochen durch das häufige Kürzen von selbst verschwindet. Ist der Rasen aber bereits stark mit Unkraut durchsetzt, musst du zu anderen Mitteln greifen. Vertikutieren ist eine gute Methode, um nicht nur Moose und Verfilzungen im Rasen zu beseitigen, sondern auch, um dem Unkraut den Garaus zu machen. Hier ist es wichtig, dass du die verunkrauteten Stellen besonders gründlich vertikutierst und beim Vertikutieren in Längs- und Querrichtung arbeitest. Nach der Arbeit solltest du alle Unkrautreste gründlich vom Rasen entfernen. Die mechanische Bekämpfung des Unkrauts ist auch im Sommer möglich. Wenn du chemische Mittel einsetzt, sollte der Boden warm und feucht und unbedingt frostfrei sein. Halte dich beim Einsatz genau an die Gebrauchsanweisung des Herstellers.

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