Garten richtig bewässern
Schritt für Schritt Anleitung

Die perfekte Gartenbewässerung

1. Den Bedarf festlegen

Planung ist (fast) alles! Je nach Gartentyp, äußeren Umständen und Eigenbedarf sind verschiedene Bewässerungslösungen optimal. Eine sorgfältige Planung erspart Fehlkäufe und Pflanzenverluste. 

Spätestens der letzte Sommer hat mit seiner Trockenheit und seinen heißen Tagen gezeigt, dass eine sporadische Gartenbewässerung mit Gießkanne, Sprenger und Schlauch uneffektiv und teuer ist. Sowohl das Leitungswasser als auch vertrocknete Gehölze wie Bäume, Heckenpflanzungen oder Strauchgruppen machen es sinnvoll, die gezielte Bewässerung des eigenen Gartens durchzuplanen. 

Im Folgenden werden die Punkte erläutert, die schließlich zu einer passgenauen Lösung für deinen Bedarf führen. Für jeden Garten, Balkon und jede Terrasse gibt es Möglichkeiten, die Bepflanzung angemessen mit Gießwasser zu versorgen. Je nach Klima, Lage, Bepflanzungsart und Boden ergeben sich bereits die ersten wichtigen Hinweise; hinzu kommen deine zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten. Wenn es dir Freude bereitet, jeden Tag per Hand zu wässern und du genug Zeit hierfür hast, würde dir eine fest installierte Sprinkleranlage vermutlich einen Teil deiner Freude an der Gartenarbeit nehmen. Falls du jedoch ein Perfektionist bist, der sich einen smaragdgrünen englischen Rasen und makellose Bepflanzungen wünscht, dann kann dir eine fest installierte automatische Gartenbewässerung per Tropfschlauch, Tropfrohr oder Beregnungsanlage viel freie Zeit verschaffen, damit du dich deiner Gartengestaltung widmen kannst. 

Wann wässern? Gewässert werden sollte vom Beginn der Vegetationszeit im Frühjahr bis zum Einbringen der letzten Ernte und dem letzten Rasenschnitt. Notwendig sind Wassergaben, wenn die Pflanzen matt wirken oder beginnen, ihr Laub hängen zu lassen. Um den Temperaturunterschied für die Pflanzen gering zu halten und ein nutzloses Verdunsten dies Gießwassers zu vermeiden, sind die frühen, kühlen Morgenstunden ideal. Gründliches Durchfeuchten und anschließendes Wiederabtrocknen der Gartenfläche ist einer regelmäßigen, gleichmäßigen Wassergabe vorzuziehen. 

1.1 Bodenbeschaffenheit

Hände auf Wiese

Je nach Boden muss ganz verschieden gewässert werden. Eine Bodenanalyse kann helfen, doch ist nicht unbedingt nötig. 

Ganz wesentlich für die Festlegung des Bewässerungsbedarfs ist die Beschaffenheit des Gartenbodens. Schwere, lehmhaltige Böden nehmen Wasser zwar nur langsam auf, können es jedoch gut speichern. Nahezu wasserundurchlässige Schichten können allerdings zu Staunässe führen. Im Gegensatz dazu läuft bei leichten, sandigen Böden das Wasser oft oberirdisch ab oder versickert so schnell in tiefere Erdschichten, dass flach wurzelnden Pflanzen kaum Zeit bleibt, dem Boden die Feuchtigkeit zu entziehen. Lockere, humose Böden — eventuell zusätzlich durch eine Mulchschicht vor dem schnellen Austrocknen geschützt — nehmen Wasser auf und speichern es in größeren Mengen, ohne dass die Gefahr von Staunässe entsteht. 

1.2 Bepflanzung

pflanzen einpflanzen

Als Faustregel gilt: Je näher sich die Bepflanzung an den natürlichen Gegebenheiten orientiert, desto resistenter sind die Pflanzen gegen Stress durch Sonne, Kälte, Trockenheit und Wind und desto weniger zusätzliche Bewässerung ist für sie nötig. Ein Garten in der brandenburgischen „Sandbüchse“ fordert für Pflanzen, die Feuchtigkeit und schwerere, saure Böden lieben (wie Rhododendron, Clematis, Farne oder Hortensien), besonders viel Aufwand. Steingärten oder die Auswahl von Pflanzen, die eine Trockenphase auch einmal unbeschadet überstehen, macht den Garten pflegeleichter und die Resultate befriedigender (Rosen, Lavendel, aber auch alte Bauernblumen wie Ringelblume, Phlox und Fuchsschwanz). Eine gezielte Bewässerung ermöglicht dir jedoch, dich für Pflanzen zu entscheiden, die es in deinem Garten eigentlich schwerhaben sollten.

1.3 Gartennutzung

Ganz wichtig ist, wie du deinen Garten nutzt und angelegt hast. Hast du einen naturnahen Garten mit Wiesen, bunten Blumenbeeten, Obstgehölzen und ein paar unaufgeräumten Ecken, damit sich auch Insekten und Kleingetier bei dir wohlfühlen, ist regelmäßiges Wässern nur bei sehr trockenem Wetter notwendig. Gelegentliche ausgiebige Wassergaben sind dann einem dauerhaften Feuchthalten des Bodens vorzuziehen — die Pflanzen vertragen den Wechsel gut und werden widerstandsfähiger. Eine simple Bewässerungslösung per Schlauch, Sprenger oder auch Gießkanne kann ausreichen, erfordert jedoch dann einen höheren zeitlichen Einsatz. Sonst sind vielleicht Tröpfel- oder Sprengschläuche, die du nicht jedes Mal neu aus- und wieder einrollen musst, eine Lösung. 

Ein Bauerngarten ist meist etwas arbeitsintensiver, wobei dein Hauptaugenmerk dem optimalen Wässern der Gemüsebeete gelten sollte. Vielfältige Gärten sind weniger anfällig für Schädlinge; wenn du dafür sorgst, dass alle Pflanzen ihren optimalen Standort bekommen und bedarfsgerecht mit Wasser versorgt werden, sparst du viel Zeit und Aufwand. Ein Sprenger für die Rasenfläche, Schwingregner für Blumenrabatten, Spreng- oder Tröpfelschläuche für die Beete — dazu ergänzendes Gießen mit Wasser aus der Regentonne oder Zisterne, wenn es einmal besonders trocken ist: so macht auch ein Bauerngarten nicht viel Mühe. 

Für einen Nutzgarten gilt das Gleiche wie für die Beetbereiche des Bauerngartens. Die Bewässerung sollte ohne großen Aufwand möglich sein; Schläuche, die zwischen den Pflanzreihen liegen und dort auch blieben können, sind einem häufigen Auf- und Abbau (der Zeit kostet und die Pflanzen verletzen kann) oder einer ungleichmäßigen Bewässerung durch Sprenger oder Kippsprenger vorzuziehen. Gießringe um besonders wasserliebende Pflanzen und Mulchschichten zwischen Pflanzreihen, auf Baumscheiben und auf brach liegenden Flächen helfen, Wasser zu sparen und die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig zu halten. 

Wenn du deinen Garten als sommerliches Wohnzimmer im Freien nutzt, möchtest du vermutlich nicht viel Zeit mit dem Gießen verschwenden. Die Bepflanzung bietet dir die Möglichkeit zur Entspannung, zu Grillpartys und Gartenfesten. Herumliegende Bewässerungsschläuche, Sprenger oder Gießkannen stören dabei nur den Gesamteindruck. Deshalb sollten die Bewässerungsutensilien schnell verstaut werden können — hierzu gibt es auf dem Markt Schlauchboxen und -halter, die an Hauswänden oder dezent in Nebengebäuden untergebracht werden können. Ansonsten solltest du überlegen, ob sich eine automatische Bewässerungsanlage per fest verlegtem Bewässerungsrohr oder Beregnungsanlage lohnt. Dann genügt eine einmalige Programmierung, und dein Garten wird automatisch für ein bestimmtes Intervall bewässert. Selbstverständlich können avancierte Systeme auch per Fühler die Bodenfeuchte messen und dann ensprechend dem zuvor einprogrammierten Bedarf wässern. 

Formale Gärten sind zumeist sehr arbeitsintensiv; eine automatische Bewässerungs- oder Beregnungsanlage spart nicht nur Zeit und Mühe, sie stört auch optisch am wenigsten, wird sie doch unsichtbar verlegt, und eine Absenkautomatik sorgt dafür, dass die Beregnungsköpfe im Boden versinken können. Kein mühsames Ausrollen und Zusammenstecken von Schläuchen, Umsetzen von Sprengern oder Schleppen von Gießkannen — eine ausgeklügelte automatische Bewässerungsanlage schafft Zeit und optischen Freiraum. 

Ganz im Gegensatz hierzu sind Gartenbereiche, die als Kinderspielplatz genutzt werden, auf Robustheit angelegt: Hier sollte der Pflegeaufwand so niedrig wie möglich gehalten werden, damit der Spielplatz seine Funktion auch erfüllen kann. Ein nasser Rasen und Pfützen auf den Gartenwegen machen keinen Spaß und stellen außerdem eine Unfallgefahr dar. Fest installierte Beregnungsanlagen sind hierbei nicht unbedingt empfehlenswert, kann die hohe Beanspruchung des Bereichs doch zu Schäden führen. Sprengschläuche, die sich schnell aus- und wieder einrollen lassen, sind für einen Spielgarten meist ideal, ist es doch ausreichend, die widerstandsfähige Bepflanzung nur bei Trockenheit abends einmal gründlich zu wässern.

1.4 Gartengröße

Auch große Gärten brauchen Wasser. 

Selbstverständlich ist für deine Entscheidung für eine Bewässerungslösung die Größe deines Gartens von entscheidender Bedeutung. 200 Quadratmeter lassen sich leichter bewässern als ein 3000, und eine Terrasse ist mit einer Gießkanne bequem zu wässern. 

Kleine Grundstücke erfordern keine aufwendigen Bewässerungslösungen. Wenn du jedoch Wert auf deine Bequemlichkeit legst, kann sich eine automatische Bewässerung lohnen — immerhin fallen die Kosten entsprechend niedrig aus. Bist du Besitzer eines großen Gartens, macht dessen Bewässerung ungleich mehr Arbeit. 

Zunächst solltest du überlegen, ob alle Gartenbereiche gleich anspruchsvoll sind. Vielleicht können Teile deines Gartens mit weniger Wasser auskommen? Wenn es sich umsetzen lässt, solltest du den Garten so gestalten, dass sich die wasserliebenden Pflanzen auf einen Bereich konzentrieren (wenn möglich den, der sich in der Nähe eines Wasseranschlusses oder der Pumpe befindet). 

In Zeiten zunehmend unberechenbarer Wettersituationen kann es bei großen Gärten sinnvoll sein festzulegen, welche Gartenbereiche besonders wichtig sind und welche sich leichter ersetzen lassen. Rasenflächen bieten sich für eine Umwandlung in eine pflegeleichte Wiese ein, die nur zweimal im Jahr gemäht und sich sonst weitgehend selbst überlassen wird. Auch der Einsatz trockenheitsresistenter Arten ist ein sinnvoller Weg, den Wasserverbrauch einzuschränken und die zu wässernden Bereiche klein zu halten. Für diese kann sich dann eine automatisierte Bewässerung lohnen; flexibler bist du jedoch mit einer Kombination aus Beregnungsanlagen (Sprengern, Kippsprengern) und Bewässerungsschläuchen. 

2. Wasser im Garten

2.1 Leitungswasser

Grundsätzlich kann das Wasser für deinen Garten aus drei Quellen stammen, wobei lokale Gegebenheiten und Vorschriften der Gemeinde diese Möglichkeiten jedoch reduzieren können. 

Bequem, jedoch teuer und in Dürreperioden oftmals eingeschränkt oder völlig untersagt ist die Bewässerung über das Trinkwassernetz. Bewässerungsschlauch oder Rasensprenger werden einfach und unkompliziert an den nächsten Wasserhahn angeschlossen, und schon strömt das kühle Nass dorthin, wo du es haben willst. Selbstverständlich hat dies auch dort, wo es nicht reguliert wird, Nachteile. Trinkwasser ist inzwischen recht teuer geworden (auch wenn der Wasserpreis in Deutschland gemeindeabhängig stark schwankt), meist kostet der Kubikmeter Frischwasser zwischen 1,50 und 2,50 Euro; dazu kommt jedoch noch einmal der gleiche Wert, weil auch für als Gießwasser verwendetes Leitungswasser die Abwassergebühr entrichtet werden muss. Als Hausbesitzer trägst du die Bewässerungskosten allein; in einem Mehrfamilienhaus oder einem Mietshaus werden die Kosten als Teil der Nebenkosten auf die Miete umgeschlagen. Bereits bei einem kleinen Garten, der regelmäßig gewässert wird, können hier im Jahr mehrere hundert Euro zusammen kommen. 

In Trockenzeiten ist es außerdem ein knappes Gut, das aufgrund seiner hohen Qualität für mehr als nur zum Gießen verwendet werden sollte. Nachteilig ist auch, dass seine niedrige Temperatur für viele Pflanzen einen Schock darstellt. Wässern in den Abend- oder sehr frühen Morgenstunden, wenn auch die Lufttemperatur gesunken ist, kann dem vorbeugen, diesen Effekt jedoch nicht ganz ausschließen. 

2.2 Brunnen

bewaessern mit brunnen

Wer einen eigenen Brunnen sein Eigen nennt, spart jede Menge Kosten. 

Auch bei leistungsfähigen Anlagen lohnen sich die Kosten der Anschaffung und Installation zumeist schnell, da anschließend nur noch der verhältnismäßig niedrige Betrag für die Elektrizität, um die Pumpe zu betreiben, fällig wird. Mit einer mit Solar betriebenen Pumpe sparst du auch diese Kosten (wenn sich die Anlage amortisiert hat). Allerdings ist der Einsatz nicht in allen Regionen möglich — auch Hindernisse können die Installation unmöglich machen. Der Einsatz von Grundwasserpumpen ist in der Gemeindeordnung geregelt und oftmals völlig verboten. Um hier sicher zu gehen, solltest du dich unbedingt bei deiner zuständigen Behörde informieren. Erste Anlaufstelle ist das Umweltamt oder die Untere Wasserbehörde der Gemeinde. 

Unterschieden wird zwischen 

  • dem Ramm- oder Schlagbrunnen für einen Grundwasserstand bis zu sieben Meter
  • dem Schachtbrunnen, der bis zu zehn Metern tief sein kann und dem
  • Bohrbrunnen, der Grundwasser aus einer Tiefe von bis zu 20 Metern holen kann

Beim günstigen Rammbrunnen (je nach lokaler Situation ab 300 bis 600 Euro erhältlich) wird, wie der Name es bereits sagt, das Brunnenrohr in den Boden gerammt, bis es den Grundwasserspiegel erreicht. Nun kann das Wasser emporgepumpt werden. Bei sandigen Böden kann sich die Eintrittsöffnung leicht zusetzen, etwa alle fünf Jahre ist ein Austausch des Brunnenrohrs fällig. Wenn der Grundwasserspiegel in deiner Gegend hoch ist, ist diese Brunnenversion die mit Abstand günstigste und ohne großen Aufwand zu installierend. 

Der Schachtbrunnen wird gemauert (und ist entsprechend teurer). Er füllt sich, wie bei traditionellen Marktbrunnen zum Wasserschöpfen, immer wieder mit Grundwasser, das dann herausgeschöpft werden kann. Je höher der Grundwasserspiegel ist, desto weniger Mühe macht dieser Vorgang (mehr als zehn Meter Tiefe sind nicht empfehlenswert). Wenn du regelmäßig Wasser in geringeren Mengen benötigst, könnte diese Brunnenversion für dich die richtige sein. 

Bei tiefer liegendem Grundwasserspiegel oder zu erwartenden hohen Fördermengen bietet sich die teuerste Version des Bohrbrunnens an, der zuverlässig Grundwasser aus größeren Tiefen und damit besonders hoher Qualität zutage fördert. Ergänzen solltest Du ihn deshalb unbedingt mit einer leistungsfähigen Pumpe, die diese Fallhöhe auch im Dauerbetrieb bewältigen kann. 

2.3 Regentonnen und Zisternen

Seit jeher nutzt der Mensch das weiche und kostenlose Regenwasser. Meist am Fallrohr der Dachrinne installiert, ist in der regenreicheren Nebensaison die so gesammelte Menge oftmals ausreichend für einen kleinen Garten oder die Hausterrasse. Doch selbst in trockeneren Zeiten kann die Regentonne die Wasserrechnung erheblich drücken. 

Ein Deckel auf der Tonne zum Schutz gegen Laub und Verdunstung sollte selbstverständlich sein. Auch für die Regentonne gibt es kleine Pumpen, die das Wasser automatisch in den Gießschlauch befördern. Bei kürzeren Strecken und hohem Füllstand genügt jedoch oftmals der Wasserdruck, um das gesammelte Nass durch einen unten an der Tonne angebrachten Stutzen oder Hahn heraus zu befördern. 

Zisternen, also meist unterirdisch angelegte Wasserspeicher, haben ein weitaus größeres Fassungsvermögen als Regentonnen. Besonders wichtig ist hier, dass du vermeidest, dass Schmutz in den Zisternenraum gelangt. Mit einer gut gefüllten Zisterne kannst du selbst Trockenzeiten überbrücken; die Wahl einer leistungsfähigen Pumpe ist jedoch wesentlich.

2.4 Pumpentypen

Für den Garteneinsatz sind die so genannten Druck erzeugenden Pumpen interessant. 
Gartenbewässerungspumpen befördern Wasser aus Brunnen nach oben, aus Regentonnen und Zisternen in Wasserschläuche und Bewässerungssysteme und — bei avancierteren Modellen dieses Wasser zudem als Brauchwasser in Waschmaschinen und Toilettenspülkästen. 

Gartenpumpen mit einem ¾-Zoll-Durchmesser transportieren Wasser aus Tonnen, Zisternen und Schachtbrunnen nach oben. Komfortable Modelle arbeiten quasi wartungsfrei und verfügen über einen Überhitzungsschutz und einen Filter. Wenn du die Pumpe nicht fest, beispielsweise in der Garage oder einem Geräteschuppen, installieren willst, solltest du darauf achten, dass dein Modell über einen ergonomischen, stabilen Griff verfügt und mühelos angeschlossen und — möglichst per Fußschaltung — bequem ein- und ausgeschaltet werden kann.

 

FUXTEC Benzin-Wasserpumpe FX-WP143

€ 109,00

Hochwertige Pumpen verfügen über mehrere Leistungsstufen, die dann auch zuverlässige Pumpleistungen aus größeren Tiefen sowie den Dauerbetrieb für die Mitversorgung des Haushalts mit Brauchwasser erlauben. Start-Stopp-Funktion, Trockenlaufschutz und mindestens zwei Anschlüsse für den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Abnahmegeräte sind ebenfalls sinnvolle Ausstattungsmerkmale. 

Günstige Gartenpumpen sind bereits ab etwa 250 Euro im Handel erhältlich; hochwertige Modelle können ein Vielfaches kosten. 

Für den Einsatz in Regentonnen eignen sich spezielle Fasspumpen, die du einfach in die Tonne einhängen und an der Wand sicher befestigen kannst. Die Fasspumpe pumpt das Regenwasser in den Tropfschlauch oder ein anderes Bewässerungsgerät und erspart das Gießkannenschleppen. Die Pumpe kann sowohl von Hand an der Befestigung als auch über einen schwimmenden Schalter betrieben werden. Letzterer sorgt dafür, dass sich die Fasspumpe nach Leerung des Wasserbehälters selbsttätig ausschaltet. 

Tauchdruckpumpen holen das Grundwasser auch aus größeren Tiefen zuverlässig hervor. Mit einem ¾-Zoll- oder einem 1-Zoll-Anschluss, einem Filter und Abstandshaltern gegen Verschmutzen des Ansaugbereichs versehen, sollte die Tauchdruckpumpe möglichst tief in den Brunnenschacht eingelassen werden. Eine eingebaute Sicherheitsabschaltung sowie ein Ein-Aus-Schalter, der sich am Kabelende befindet und der außerhalb des Brunnenschachts verbleibt, sind eine Selbstverständlichkeit. 

Auch die Tiefbrunnenpumpen zählen zu den Tauchdruckpumpen. Beim Einsatz in Zisternen bewährt sich neben dem per Hand zu bedienenden Schalter ein zusätzlicher Schwimmschalter, der den Wasserstand registriert und die Pumpe in einem geleerten Behälter automatisch abschaltet. Leistungsfähige Tauchpumpen sind auch für Schmutzwasser (aus verschmutzten Zisternen oder aus herbstlichen Gartenteichen) geeignet; dieses sollte jedoch nicht zum Bewässern verwendet werden. 

Alle Pumpen sollten mit robusten, flexiblen und knickgeschützten Saugschläuchen ausgestattet sein. Als Verschleißteile, die hohen Belastungen ausgesetzt sind, solltest du sie jedoch regelmäßig überprüfen — mindestens im Frühling vor der ersten Inbetriebnahme sowie im Herbst zum Saisonschluss. 

Welcher Druck ist nötig? 
Ein Druck von mindestens 3,5 bar ist empfehlenswert, 5 bar sind jedoch komfortabler. Insgesamt ist dieser Wert jedoch wenig aussagekräftig, kommt es doch auf die benötigte Wassermenge und die daher gewünschte Förderleistung an. Pumpen mit Magnetventilen sind besonders wartungsarm und robust und garantieren so lange ungestörte Bewässerungsleistungen. 

3. Was hast du bis jetzt bestimmt?

Du weißt jetzt,

  • Wann, wie oft, wie viel dein Garten gewässert werden soll
  • Welchen zeitlicher und finanziellen Aufwand du bereit bist, zu investieren
  • Ob du Handarbeit oder automatisiertes Wässern vorziehst oder ob du eine Kombination davon willst
  • Welche lokalen Vorschriften du beachten musst

4. Welche Bewässerungsgeräte sind auf dem Markt?

4.1 Bewässerungsgeräte

rasensprenger

Rasensprenger beregnen in ihrer einfachsten Form als Kreisregner einen kreisförmigen Bereich und müssen regelmäßig umgesetzt werden. Avanciertere Modelle „regnen“ nicht gleichmäßig, sondern erzeugen einen pulsierenden Rhythmus (Impulsregner) oder können einen bestimmten Winkel in verschiedenen Intensitäten wässern (Sektorenregner). Hierzu zählen auch Viereckregner, die sich besonders für kleinere, rechteckige Rasenflächen eignen. 
Vielflächenregner bewässern von einem Punkt aus über 300 Quadratmeter Garten zielgenau, ohne dass das Gerät bewegt werden muss. Programmierbare Modelle können bis zu 50 verschiedene Bewässerungspositionen speichern und zielgenau wässern. 

Bewässerungsschläuche mit den gängigen Durchmessern von ¾ Zoll oder 1 Zoll (als Flexschläuche, die nicht so leicht abknicken können, als sich selbst aufwickelnde Spiralschläuche, die momentan sehr beliebt sind, Flachschläuche als Sprühschläuche mit einer feinen Lochung, durch die Wasser fein auf die Pflanzen gesprüht wird, 
Perlschläuche, die das Wasser langsam und tropfenweise direkt am Übergang von Pflanze und Erdreich abgeben und eine Verdunstung einschränken. Diese Tröpfchenbewässerung ist besonders für nässeempfindliche Pflanzen empfehlenswert und auch für Balkon und Terrasse geeignet. 

Um den Kälteschock der Bewässerung zu vermeiden, werden oft schwarze oder dunkle Schläuche verwendet, in denen sich das ruhende Wasser erwärmt, wobei du bei starker Sonneneinstrahlung beachten musst, dass das Wasser wirklich heiß werden kann. Ist das Wasser aus dem Schlauch einmal aufgebraucht, strömt ohnehin das kalte Leitungs- oder Grundwasser nach. 

Gießstäbe zum gezielten Wässern und Sprühventile am Gartenschlauchende für den Handbetrieb sorgen für sanftes Bewässern, denn viele Pflanzen — nicht nur Blumen — vertragen Wassergaben unter hohem Druck überhaupt nicht. 
Tropfrohre werden im Profigarten und in Gewächshäusern eingesetzt. Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit und bewässern zugleich sanft und passgenau und oft mit Beigaben von Düngemitteln die Pflanzen exakt dort, wo das Wasser benötigt wird. 

Fest verlegte elektronische Bewässerungs- und Automatiksysteme wie Sprinkleranlagen und Versenkregner sind teuer in der Installation, deren Planung und Ausführung dem Fachmann überlassen werden sollte — wenn du eine Do-it-yourself-Bewässerung vorziehst, sind flexible Versionen, beispielsweise mit Sprühschläuchen, leichter einzurichten und anzupassen. Die oftmals versenkbare Bewässerungsanlage muss mit Zuleitungen aus korrosions- und druckbeständigem Material in mindestens 30 bis 40 Zentimetern Tiefe verlegt werden. Der Bodendruck darf die Leitungen nicht beschädigen, andererseits sollte die Tiefe ausreichend sein, um sie bei der Gartenarbeit nicht zu beschädigen. 

Die Anlage ist bei sämtlichen folgenden Arbeiten im Garten, besonders bei Gehölzpflanzungen oder Maurer- und Wegearbeiten unbedingt zu berücksichtigen. 
Für sämtliche Lösungen gilt, dass sie regelmäßig gepflegt und gewartet werden müssen. Besonders in Regionen mit besonders kalk- oder eisenhaltigem Wasser setzen sich Düsen und Ventile sonst schnell zu, was die Bewässerungsleistung herabsetzt und die Motoren der Pumpen unnötig belastet. 

4.2 Zubehör

Spezielle Pflanzgefäße können — beispielsweise durch Doppelwandigkeit — Wasservorräte für die Pflanzen bereithalten und helfen, kürzere Abwesenheitsperioden ohne aktives Wässern zu überbrücken. Eine Kombination mit Beschattungsmaßnahmen durch Sonnenschirme, Markisen oder größere Schatten spendende Gehölze ist empfehlenswert. 

Die Verbindungsstücke zwischen Gartenschläuchen sind besonders verschleißanfällig; hier lohnen sich gute Markenprodukte, damit das Wässern nicht ständig durch abspringende Schlauchverlängerungen oder tropfende Verbindungen zur Quälerei wird. Gut verbundene Schläuche können auch in einem Stück auf Schlauchtrommeln gewickelt und mit Schlauchwagen transportiert werden. 

Schlauchwagen werden aus Metall wie Edelstahl oder stabilem Kunststoffmaterial hergestellt und erleichtern das Auslegen und Aufrollen sowie den Transport langer und damit schwerer Gartenschläuche. Schlauchwagen-Tests zeigen, welche Modelle besonders empfehlenswert sind. Der knickfreien Aufbewahrung dienen Schlauchtrommeln, die an Wänden montiert werden können oder Schlauchboxen, die dieselben vor Schmutz und Witterungseinflüssen schützen, wenn der Gartenschlauch einmal nicht benutzt wird. 

Eine Bewässerungsuhr ist eine mechanische oder elektronische Vorrichtung zur Steuerung der Bewässerungszeiten und Wassermengen. Sie hilft, die Wassermengen zu überblicken und böse Überraschungen bei der Wasserrechnung zu vermeiden. Selbst bei Programmierfehlern schaltet die Bewässerungsuhr nach zwei oder drei Stunden automatisch ab. 

Computerprogramme für die rechnergestützte Bewässerungssteuerung helfen, Wasser zu sparen — besonders, wenn diese elektronisch die Bodenfeuchtigkeit messen und dann selbst bestimmen, wann und wieviel gewässert werden muss, so dass zu große oder intensive Wassergaben und damit hohe Kosten und Schäden an der Bepflanzung vermieden werden können. 

 

Eine gute Planung erspart nicht nur sehr viel Arbeitszeit und Mühe, sondern macht sich gleich mehrfach bezahlt. Die hierfür nötige Zeit und Sorgfalt solltest du unbedingt investieren.

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